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Hier streitet die Redaktion – über Gefühle

Gefühlsäußerungen haben im internen Forum mehrfach zu Problemen geführt und wir finden die Diskussion auf der Metaebene dazu sehr wichtig, weshalb wir sie öffentlich führen möchten.

In der Regel sind wir uns einig, dass Gefühle wie Wut, Ärger usw. einfach zu einer Diskussion und vor allem zu Diskriminierungserfahrungen dazu gehören. Deshalb lehnen wir das tone-argument ab.

Doch haben wir die Erfahrung gemacht, dass einige Gefühlsäußerungen triggern oder verschieden interpretiert werden, so dass ein Streit oder eine Diskussion dadurch scheinbar derailt wird. Gleichzeitig besteht die Frage, inwiefern Abwehrreaktionen mit der Ablehung von bestimmten Gefühlsäußerungen damit zusammenhängen.
Generell ist ebenso unklar, wozu Gefühlsäußerungen überhaupt gut sind.

  • Kleine Anmerkung: Dies ist unser erste Versuch öffentlich und geplant zu streiten und zu diskutieren. We “make up the rules as we go along” (Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 83)…
  • Stephanie lässt sich von Dr. autistic Summer imitieren.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://takeoverbeta.de/2012/07/hier-streitet-die-redaktion-ueber-gefuehle/

8 Kommentare

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  1. 1
    Dr. autistic Summer

    Neurotypische stehen auf Gefühle, leider können sie sie häufig nicht auseinanderhalten.

    Für mich sind performte Gefühlsäußerungen eine Serviceleistung für Neurotypische, weil mir häufiger gesagt/gespiegelt/gesonstwas wurde, dass wenn etwas scheinbar unemotional geäußert wird, “Menschen” dies als distanziert etc. wahrnehmen und daher nicht richtig reagieren (können). Nach meiner Forschung ist es jedoch im physischen Umfeld so, dass die reine Äußerung (z.B. “Das verletzt mich”) überhaupt nichts bringt, die Emotion muss performt werden. Mit Letzterem hatte ich neulich in einem Testumfeld Erfolg, als ich genau dies versuchte einer NT zu erklären, “Das verletzt mich” performte und daraufhin kurzzeitig Mitleidsreaktionen wahrnehmen konnte… Scheint also zu stimmen.

    In der schriftlichen Kommunikation ist das gar nicht so einfach, hier hätte ich vermutet, dass die reine Äußerung ausreicht. Das scheint jedoch aufgrund unserer internen Streits dazu nicht zu stimmen, was ich mir über eine zweite Theorie erkläre.

    Insbesondere NTe haben Schwierigkeiten damit Gefühle auseinanderzuhalten. Zunächst nutzen wir den Begriff “Gefühl” als Teekesselchen, einerseits im Sinne von “Spürsinn” (Ich hab so ein Gefühl, der Arsch ist vom Verfassungsschutz) und im Sinne von “Emotion” (Ich bin traurig). Dann haben NTe häufig Probleme damit, Gefühle auseinanderzuhalten, in einer Konfliktsituation bilden z.B. Angst, Wut, Trauer und Rachsucht manchmal eine Einheit und können in akuter Situation nicht mehr selbst differenziert werden – sie müssen quasi zwangsläufig von außen gedeutet werden (keine gute Idee, das wirklich zu tun). Das Teekesselchen und die Gefühlsdifferenzierungsschwierigkeit führen dazu, dass in Gefühlsäußerungen Kram reinprojeziert wird (Ist das “zwischen den Zeilen lesen”?).

    So wird aus der Aussage “Das macht mich traurig” schnell ein “Du sagst also, ich wollte Dich traurig machen!”. Was da weder drin steckt, noch intendiert sein muss. Gerade Gefühle sind nicht so, dass sie nur bei tatsächlichen Geschehnissen anspringen. So ist für mich auch die Aussage “Ich fühle mich vergackeiert” nicht weiter, als eben das Gefühl – zumindest ich würde “Du vergackeierst mich” sagen, wenn ich glauben würde, dass nicht die Emotion, sondern der Spürsinn ursächlich ist.

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  2. 2
    kiturak

    I.
    Also – ICH BIN DANKBAR für Gefühlsäußerungen in Worten. Auch negative. “Dankbar”, um das aber ehrlicherweise zu sagen, ist keinesfalls das, was ich in dem Moment unmittelbar fühle. Wenn eine_r mir schreibt “ich hab das Gefühl, Du denkst nur noch an Dich” – dann z.B. bin ich ernsthaft sauer (auch schon gewesen :D ), nicht dankbar. Das liegt aber eher daran, dass ich auf den Inhalt der Nachricht reagiere. Es wäre ja z.B. auch überhaupt nicht besser, in dem Fall garnichts zu sagen. Es versetzt mich eher in Panik, wenn ich mir was “komisch vorkommt”, Leute aber zu mir “nach vorn” nix sagen, aber “nach hinten” lästern, und ich kann mich nicht äußern dazu. Das ist in der unmittelbaren Situation schlimm, aber vor allem fange ich dann an, hinter allem Möglichen zu erwarten, dass Menschen Mich Eigentlich Hassen.
    Auch wenn das ne Formulierung ist, die nach “Anklage” oder “Unterstellung” klingt – was ich tatsächlich manchmal schwer auseinanderhalten kann.
    Aber: Wenn jemand sowas zu mir sagt, dann wird schon auch was nicht stimmen, oder? Es gibt ja einen Grund für das “Gefühl”. Obs nun Emotion ist oder Spürsinn.

    II.
    Der dran anschließende Punkt ist ja, was damit passiert, mit dem Gefühl. Ist ja nicht so, dass ein “legitimes” Gefühl äußern plötzlich die Eintrittskarte zum Recht haben ist, oder so.

    Wenn ich mich “nicht respektiert fühle”, kann das z.B. für mich die verschiedensten Folgen haben. Bin ich unter Menschen, die mich generell respektieren, reagiere ich oft mit einer Auszeit: Hirn abkühlen lassen, danach vielleicht verstehen, was Sache ist – weil ich sogar in dieser Krise oft “weiß”/”das Gefühl habe”, dass ich dort eigentlich gut aufgehoben bin.
    Wenn ich “Angst” habe, Person xy könnte mich verlassen, muss das nichts über Person xy heißen. Kann aber. Wie wir reagieren, klären wir gemeinsam.

    Also, wie die Reaktion der Beteiligten ist, hängt von der Situation im Einzelnen ab. Das “Gefühl” hilft, meinen Standpunkt zu klären, nichts weiter.

    III.
    WER ENTSCHEIDET, WELCHE GEFÜHLE “GEFÜHLE” SIND? (hint: NTs. Die Mehrheitskultur. …) Meine große Erleuchtung der letzten Zeit (… da stecken so viele Privilegien drin), ist, dass es bullshit ist und ein Symptom von Right Planet Syndrome, dass “richtige” “tatsächliche” Gefühle normiert sind. “Traurig” gildet, “vergackeiert” oft nicht.

    IV.
    Ich habe immer wieder festgestellt, dass Gefühlsäußerungen, insbesondere die ganze Wut, über die sich gerade Feministinnen* untereinander so aufregen (und es gern als “dominantes Verhalten” umschreiben -> tone argument), essentiell WICHTIG ist, damit ankommt, dass es um eine ernste, wichtige Sache geht.

    Mein Lieblingsbeispiel aus der letzten Zeit ist Stephanies Artikel zu Barrierefreiheit im weitesten Sinn:
    Der ist ZU. FUCKING. NETT.
    Ich hab den Eindruck, dass Leute den schlicht nicht ernst nehmen, dabei stecken in jedem Wort 80 Liter konzentrierte Wut und Verzweiflung von zig Menschen aus Jahrzehnten.
    Aber weil Stephanie sich nicht hingestellt und GEBRÜLLT hat, klicken die Leute drauf und wieder weg, niemand verlinkt es, niemand nimmt es ernst.

    Bin ich ruhig, “sachlich”, werde ich nicht ernst genommen. BRÜLLE ICH, bin ich “dominant” und werde gebeten, meine Stimme zu senken – aber Dinge Ändern Sich. Tja.

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  3. 3
    kiturak

    (TRIGGERWARNUNG sexistische Gewalt)
    Welche Bedeutung es hat, ob ein Gefühl “legitim” ist oder nicht, zeigt sich an schrecklichen Gerichtsurteilen wie diesem, nach dem Gefühle wie “Trauer” und “Wut” eine ganz andere Kategorie sind als “Eifersucht”. Letztere hätte als “ausschlaggebendes Motiv” offensichtlich einen “niederen Beweggrund” dargestellt und die Tat in eine ganz andere Kategorie verweisen können.
    … Das verweist auch alles wieder auf so allgegenwärtige wie falsche Ansicht, dass die Absicht hinter einer Tat/Aussage entscheidend dafür ist, ob z.B. Rassismus/Sexismus bzw. *istische Gewalt vorliegt.
    Vor dem Hintergrund wird klar, dass es Leuten so unfassbar wichtig vorkommt, zwischen “legitimen” und “nicht legitimen” Gefühlen zu unterscheiden.

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  4. 4
    Stephanie

    (Unterbreche die Imitation durch Dr. autistic Summer und schreib selbst was dazu)

    Mhh, ja, ich finde, Gefühle haben einerseits viel damit zu tun, wie in Konflikten miteinander umgegangen wird und natürlich haben sie auch noch eine krasse Geschlechterdimension. Gefühl=irrational=nicht ernst zu nehmen = Hysterie = Gebärmutter = Frau = scheißdreck.

    Ich hätte gesagt, dass Gefühlsäußerungen zumeist dazu dienen, eine zwischenmenschliche Basis zu bauen. Wenn ich mich mit eine_r_m unterhalte und der_die fängt an zu weinen, habe ich ein deutliches Signal für “Obacht”. Aber auch im Streit habe ich in der Regel kein Interesse daran, die “gegnerische” Partei in Raserei oder Verzweiflung zu stürzen. Ebenso weiß ich gerne über Wut-Gefühle Bescheid, zwar nicht aus ‘ner direkten Form von potenzieller Rücksichtnahme, sondern eher aus so ‘nem “Jetzt geht’s ab!”-Ding heraus…

    Anders sieht’s auch, wenn ich vor allem als “negativ” wahrgenommenen Gefühle äußere. Da fühl ich mich dann eher nackig , was zumindest für mich ein häufig großes Vertrauensding ist. Mhh.

    Vielleicht ebenso wichtig ist, dass ich die meisten Entscheidungen “aus dem Bauch heraus” treffe und in den seltensten Fällen eine “jahrelange akademische Beschäftigung” mit dem Thema vorliegt. Dies wird in Dikussionen und so gerne versteckt, eben weil Gefühle angeblich keine Entscheidungsgrundlage sein dürfen.

    Womit wir auch bei der Betroffenheit=nicht neutral = wertlos-Scheiße sind….

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  5. 5
    Zweisatz

    (Das hier ist aus dem Zusammenhang der bisherigen Diskussion und ich habe gerade nicht die Zeit, groß mitzudiskutieren, also ist es mehr als Inspiration zu verstehen.)

    Weil es gerade intern im Forum aufkam, inwiefern Gefühle fühlen und Gefühle äußern okay ist, fiel mir diese Aussage von Cliff Pervocracy ein (von einem NT¹-Standpunkt allerdings)

    Pretending you can just decide whether you’ll feel any emotions at all is a geek fallacy stemming from the idea that you should be able to optimize your own brain to not do anything unproductive or unintended.  But geeks ought to know better, because come on, you can’t even get a computer to do that.  This stuff comes on you, it gets you by the heart and the gut, and it doesn’t ask you “pardon me, I’m an emotion, are you okay with experiencing me?” first.

    What you can and should voluntarily control is how you express your emotions.  It’s okay to feel strong emotions; it’s not okay to attack people or break promises and use “I was emotional” as an excuse.  This is when it’s time to tell your partner “hey, we need to talk, I’m feeling an emotion!”  Solving the problem may involve changing your relationship boundaries, it may just involve talking it out, or it may mean you have to end the relationship.  But the solution is never “that is an incorrect emotion, please stop experiencing it.”

    Weiß nicht, wie wir das halten wollten. Wenn ich’s übersetzen soll, sagt Bescheid.

    1 neurotypisch

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  6. 6
    Bäumchen

    Okay, jetzt versuche ich mal, dem Wirrwarr in meinem Kopf Ausdruck zu verleihen.

    Performte Gefühle haben in meiner Kindheit sehr oft dazu gedient, mich zu manipulieren. Ich wurde (als Mädchen?) so erzogen, dass ich Gefühlsausdrücke 1.sofort nachvollziehen kann und 2. daraus antizipiere, was mein Gegenüber von mir will + es dann auch tue(n soll). Emotionale Dienstbarkeit quasi.

    Eine Freundin von mir empfand zum Beispiel die Behandlung durch ihre Mutter als eine Art ,,passive Pädagogik”: ,,Ich bin jetzt echt traurig, dass du das gemacht hast.”, ,,Ich bin enttäuscht” etc. Es ging der Mutter eben nicht allein um einen Gefühlsausdruck, sondern um eine ganze Palette an nichtausgesprochenen Forderungen, was ihre Tochter anders machen soll.

    Ich erinnere mich gut an ein Bäumchen, das in seiner Kindheit maßgebliche Entscheidungen treffen musste und u.a. seine Freunde verlassen, weil seine Mutter beim Jugendamt dabeisaß und ,,traurig” gewesen wäre, wenn es sich gegen die Mutter und für sein eigenes Leben entschieden hätte. Und ein zweites Mal, wo es sich für das eigene Leben entschied und daraufhin hörte: ,,Liebst du uns denn nicht?” Ich hab es durchgezogen, konnte mich aber nicht den Schuldexplosionen in meinem Inneren erwehren. Ich war so sehr getrimmt darauf, empathisch mitzufühlen, dass ich meinte am eigenen Leib zu fühlen was ich anderen ,,antue”.

    Ihr kommt soweit mit und es ist ja klar: Schlimm sind nicht die Gefühle an sich oder dass sie performt wurden, sondern was noch mitschwingt, eben dieses: Dem, dem Ausdruck verliehen wurde, nachkommen zu müssen, darauf unbedingt(!) eingehen zu müssen, sogar Schuld zu tragen. Dass ich dies nicht lernte zu trennen bzw. dass mir das niemand beibrachte, war einfach ein Dilemma.

    Für mich ist es deshalb immer noch eine Erleichterung, wenn Diskussionen betont sachlich geführt werden. Weil ich mit Gefühl Macht verbinde, mit Gefühlsausdrücken Macht über andere. Das ändert sich gerade langsam, Stück für Stück. Dennoch gibt es immer wieder Momente, wo ich mich dieser Dienstbarkeit nicht entziehen kann. Wo ich mich darüber ärgere, wenn Menschen Gefühle äußern z.B. innerhalb eines Entscheidungsprozesses, weil ich glaube, sie wollen dadurch ihren Einfluss verstärken, indem sie mit dieser unsichtbaren “Machtkarte Gefühl” spielen bzw. dem, was Menschen damit annehmen, tun zu müssen.
    Andererseits finde ich es unglaublich befriedigend, wenn es dann eine Auseinandersetzung gab, in der alle Beteiligten ihre Gefühle frei äußern konnten. So richtig schätzen gelernt habe ich es durch das Konzept der gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg im Laufe einer Mediation, die ne Gruppe von mir machte.

    Dazu kommt noch was anderes. Gefühle auszudrücken empfinde ich, und das auch unter NT’s, als Privileg derer die das gelernt haben, die darüber so frei verfügen können weil sie eher selten Repressionen dafür bekommen haben. Ich gehe nicht davon aus, dass wir alle hier eine Sorgenfreie Jugend(tm)hatten oder dass es jedem von uns leichtfällt, Gefühle zu zeigen. Ich gehe aber davon aus, dass es einige Menschenkinder gibt, mit denen es das Leben gutgemeint hat, und die frei heraus zeigen können wie es ihnen geht, und hier setzt das Power Law ein: Wer hat, dem wird gegeben und wer nicht hat, hat die Arschkarte (fast richtig zitiert aus der Bibel). Ich musste Gefühl zeigen und Körpersprache erst wieder neu lernen und bin bis heute keine Virtuosin darin und mache es ungern und komme mir sehr ungelenk dabei vor. Zusätzliches an ,,Lächel doch mal” und ,,Mach doch nicht so ein trauriges Gesicht” und all dem, was den meisten Frauen* ja gerade auch von der Umgebung vertraut ist, hat das nicht leichter gemacht.

    Ja. Das wars erstmal von mir, gedankenwirrwarrmäßig.

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  7. 7
    kiturak

    Hm, das mit der emotionalen Dienstbarkeit kenn ich auch – für die Gefühle von anderen verantwortlich zu sein.

    Ich kenn dazu aber auch das Gegenstück (oder besser – einen Teil dieser Dienstbarkeit): Um eine andere Person glücklich(er) zu machen, soll ich
    - mein Verhalten anpassen und mich unterordnen
    - “positive” Gefühle äußern, damit die Machtausübung durch die andere Person vertuscht wird. “Negative” Gefühle haben und äußern wie Wut ist nicht in Ordnung. Wut äußern bedeutet z.B. nicht anzuerkennen, dass eine Situation “doch nur das Beste für mich” ist, oder “der Fehler bestimmt bei mir liegt”. Wut äußern bedeutet, mich nicht unterzuordnen. Wut äußern bedeutet, darauf zu beharren, dass etwas für mich NICHT ok ist.

    Es macht mich deshalb oft wütend, wenn in Diskussionen das Machtinstrument angewandt wird, dass “sachlich” (das soll aus irgendeinem Grund meist “emotionslos” heißen, nicht “zur Sache” oder so) diskutiert werden soll*. Denn es wird NIE eine emotionslose Umgebung gewünscht, bestehend aus Maschinen. “Positive” Gefühle sind in der Regel völlig willkommen.
    Das ist manipulativ. Es wird Anpassung und Unterordnung gewünscht, nicht Gefühllosigkeit.

    Über traumatisierende Dinge zu sprechen und dabei Emotionslosigkeit zu verlangen, ist ein Machtinstrument für Privilegierte, die, die mit Rassismus oder Sexismus oder anderen Dingen eben nicht schreckliche eigene Erfahrungen verbinden.
    “Sachlichkeit” oder “Rationalität” als Abwesenheit von Gefühlen darzustellen, ist ein althergebrachtes *istisches (sexistisches, rassistisches, ableistisches, adultistisches, …) Instrument der Unterdrückung.

    *Ja, die Formulierung ist nicht zufällig die Gleiche wie bei AusDerBaum. Das ist aber nicht als direkter “Angriff an Dich” gedacht – sondern eher generell eine Kritik an einer Wahrnehmung, die mir sehr verbreitet vorkommt, und auf die ich immer wieder stoße. [Nachtrag:] Im Grunde genommen immer dann, wenn das tone argument benutzt wird.

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  8. 8
    Bäumchen

    Ich sehe das auch nicht als Angriff auf mich. Ich hatte vor allem das Empfinden, dass die Kritik am tone argument unter uns nun schon eher bekannt ist und wollte mal das Gegenstück dazu aufziehen, was ich auch gemacht habe. Beides ist manipulatv einsetzbar.

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  1. 9

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