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Veganer*innen und Fleischkonsument*innen in der politischen Zusammenarbeit

Stephanie fragte intern herum, wie wir mit den verschiedenen politischen Haltungen in der takeoverbeta-Redaktion umgehen wollen. Sie bezog sich dabei u.a. speziell nochmal auf den Antispeziesismus, der innerhalb der Gruppe in dieser Art nur von mir vertreten wird. Interessante Fragestellung.

Ich habe bereits hier schonmal über Bündnisarbeit und deren Schwierigkeiten geschrieben. Kiturak wollte mit mir ja am Wochenende in Mainz darüber diskutieren, ob es blöd für mich ist, dass die meisten von takeover.beta keine Veganer*innen sind. Mich hat das geärgert und ich war auch nicht vorbereitet; zuoft reicht es den Leuten von meinem Vegansein zu erfahren, um daraus ‘ne Riesendiskussion zu konstruieren, weil ich ja Fleischesser*innen Von Grund Auf(tm) verachten muss – - – (ja, Kiturak hats nicht so gemeint, aber ich hab solche Auseinandersetzungen einmal zu oft erlebt).
Hier mal meine Gedanken zum Antispeziesismus und zur veganen Ernährung:

Ich kann und will Menschen nicht vorschreiben, was sie essen sollen. Gerade bei Frauen* gibt es historisch und aktuell immer wieder Bestrebungen, ihnen ihre Ernährungsweise und ihr Verhältnis zu ihrem Körper vorzuschreiben; sowie ihnen Ekel vor dem Essen zu bereiten, das sie zu sich nehmen. Für mich geht es weniger um Kritik am individuellen Konsum, sondern um die strukturelle Ausbeutung von Tieren (damit beziehe ich mich im weiteren Text auf nichtmenschliche Tiere) in unserer Gesellschaft, die im derzeitigen System darauf beruht, aus Tieren und Tiererzeugnissen Profit zu schlagen. Wobei individueller Konsum durchaus kritisierbar bleibt und ich auch an Boykott glaube, aber nur in der immanenten Logik des Kapitalismus, den ich gerne abschaffen würde.

Mit moralischem Antispeziesismus kann ich derweil nichts anfangen; es bringt m.E. nichts, Menschen den Verzehr von Fleisch zu verbieten, wenn es ihre Ernährungsgrundlage darstellt (also geradez.B. in Hirtenkulturen) oder ewige Diskussionen darüber zu führen, ob das Leben eines befreundeten Hundes jetzt mehr wert sein soll als das eines fremden Menschen. Ich halte nichts von Singers Thesen alá ,,Tiere sind weniger wert für uns, deshalb beuten wir sie aus”, sondern bin da eher historische Materialistin und meine, Tiere sind weniger wert für uns, WEIL wir sie ausbeuten. Die speziesistische Ideologie dient also nur zur Legitimierung der Handlungen, die wir bereits schon lange an Tieren ausführen und ist nicht der Grund für diese Handlungen.

Genauso glaub ich nicht, dass ethischer Vegetarismus und Veganismus einfach so in den Köpfen der Menschen aufgetaucht istsind, weil wir plötzlich alle so tierfreundlich geworden sind; sondern dass diese auf einer ökonomischen Grundlage basieren: Industriell sind wir heutzutage in Deutschland in der Lage, uns fleisch- und tierproduktfrei zu ernähren. Einer der größten Feinde ist also für mich die Massentierhaltung; und der heutige Tierschutz damit nur eine andere Form, Ware zu schützen.

Ein Beispiel dafür sind Betäubungen an Schlachttieren. Ist ja nett gemeint, Tiere nicht leiden zu lassen, wenn sie getötet werden. Aber die Unfähigkeit, zu schreien, sich zu wehren, als Lebewesen sich erkenntlich zu machen, macht das betäubte Tier im Tötungvorgang warenförmiger. Es ist eine entsetzliche Form von ,,Humanismus”, die Tierschützer*innen da erkämpfen und immanent sehe ich da auch keine andere ,,Lösung”, außer durch individuellen Konsum die Ausbeutungsmaschinerie zu boykottieren.

Auf Bio- und Ökofleisch zu setzen, ist für mich auch keine Lösung, da Fleischessen dann wieder zu einem Privileg der Reicheren unserer Gesellschaft wird (mal ganz abgesehen davon, dass das auf der halben Welt immernoch so ist). Ausdruck dessen bei jedem Gammelfleischskandal ist dann die Phrase in gewissen Artikeln, wer Billigfleisch kaufe, sei ja selber Schuld. Verschiedene Klassismen in dem Umgang mit Ernährung gilt es zu hinterfragen, sei es von den Vertreter*innen aus der Bio- und Ökoecke, sei es, dass Vegetarismus und Veganismus eine neue Form der Distinktion darstellt, um sich von “barbarischen proletarischen Fleischesser*innen” zu distanzieren.

Was ist also meine Hoffnung? Ich hoffe dass es ein Ende der Massentierhaltung geben wird, dass Veganismus keine teure Alternative, sondern eine für alle Menschen zugängliche Selbstverständlichkeit wird. Ich glaube daran, dass das auch starke Auswirkungen darauf hat, wie wir über Tiere denken werden in Zukunft. Ich hoffe, dass Menschen und Tiere in einer Welt, in der Menschen den Lebensraum von nichtmenschlichen Tieren rauben, miteinander leben lernen. Ich wünsche mir, dass Tieren ein eigenständiges Leben zugestanden wird, wozu gehört, dass wir anerkennen, dass Tiere nicht für uns da sind, weder als die Bärchenwurst auf unserem Teller noch als Kuscheltiere in unseren Häusern.

Und natürlich wird es Momente geben, wo ich mich über Fleischesser*innen ärgere. Oder über massenhaftes Rumschicken süßer Katzenbilder, die Tierliebe zu manifestieren scheint, aber für mich nichts anderes bestätigt als ein seltsames Mensch-Tier-Verhältnis, in der willkürlich die einen Tiere auf- und die anderen abgewertet werden.

Deshalb arbeite ich trotzdem weiterhin mit Fleischesser*innen zusammen, auch hier bei takeover.beta und auch in weiteren, v.a. antikapitalistischen Zusammenhängen. Sollte aber von Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, negiert werden, dass es soetwas wie eine strukturelle Ausbeutung von Tieren gibt und diese in der Ausarbeitung von Forderungen und/oder Selbstverständnissen innerhalb einer politischen Gruppe immer wieder unterschlagen werden, oder wird über Utopien spekuliert, in denen wieder und wieder nichtmenschliche Tiere keinen Raum haben sollen, dann werde ich jetzt und in Zukunft die Zusammenarbeit mit solchen Menschen überdenken und in den meisten Fällen abweisen. Das ist keine Drohung, sondern die Konsequenz, die ich daraus ziehen muss, dass ich meine politische Arbeit ernst nehme.

Edit: Die meisten meiner Gedanken und Eindrücke verdanke ich dem Buch: ,,Das steinerne Herz der Unendlichkeit erweichen: Beiträge zu einer kritischen Theorie für die Befreiung der Tiere”(Hrsg: Susann Witt-Stahl).

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://takeoverbeta.de/2012/07/veganerinnen-und-fleischkonsumentinnen-in-der-politischen-zusammenarbeit/

13 Kommentare

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  1. 1
    Der Mäanderthaler

    Kleine Kritik, unabhängig vom Inhalt: Wäre es möglich die Absätze vielleicht mit Leerzeilen abzugrenzen? Der Text ist so, leider relativ schlecht lesbar.

    [freigeschaltet von AusDerBaum: Ich hoffe, der Artikel ist jetzt lesbarer]

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  2. 2
    Stephanie

    Danke für den Artikel, er erklärt meine Frage sehr ausführlich :-) .

    Was ich ganz interessant finde ist, dass ich es als Aaserin eher mit Moral diesbezüglich habe. So könnte ich jedes Mal die Wände hochgehen, wenn Menschen Insekten töten – ohne sie zu essen. Also um Fleisch zu essen ist ein totes Lebewesen eher nicht zu verhindern, aber die Todesstrafe für “rumnerven” oder “Blut abzapfen”? Erscheint mir in keinem Verhältnis zu stehen.

    Na, von meiner Seite stehen den Forderungen in Deinem letzten Absatz erstmal nicht entgegen (also, soweit ich das vorhersehen kann).

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  3. 3
    kiturak

    Wow, danke für die ausführliche Erklärung und sorry nochmal fürs Nerven.
    Ja, mir war’s tatsächlich um genau diese Frage von Bündnispolitik gegangen, genau wegen dem Schluss-Statement:

    Sollte aber von Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, negiert werden, dass es soetwas wie eine strukturelle Ausbeutung von Tieren gibt und diese in der Ausarbeitung von Forderungen und/oder Selbstverständnissen innerhalb einer politischen Gruppe immer wieder unterschlagen werden, oder wird über Utopien spekuliert, in denen wieder und wieder nichtmenschliche Tiere keinen Raum haben sollen, dann werde ich jetzt und in Zukunft die Zusammenarbeit mit solchen Menschen überdenken und in den meisten Fällen abweisen. Das ist keine Drohung, sondern die Konsequenz, die ich daraus ziehen muss, dass ich meine politische Arbeit ernst nehme.

    Wenn ich meine Bündnispartner_innen ernst nehme, will ich das doch wissen.

    Ich versprech auch, dass ich Bescheid sage, wenn für mich selbst irgendwelche politischen Grenzen absehbar sind – das Adultismus-Ding deutet sich an, aber da bin ich halt auch einfach nicht die bisher Einzige, die das so ernsthaft versucht zu vertreten, also in ner gefühlt einfacheren Situation.

    Jedenfalls, ich kann mich Stephanie anschließen und hab (soweit ich das sehe) keine grundsätzlichen Einwände gegen Deine Forderungen. Zu dem “Platz in der Utopie”-Ding wollte ich aber fragen: Die Utopie hieße dann eigentlich eher, eine menschliche Gesellschaft ganz ohne Tiere, oder?

    Nachtrag, nochmal zur Klärung: Also, mir ist schon klar, dass Zusammenleben nicht gleich Ausbeuten ist. Was ich meine, ist, möchte Deine Utopie ein respektierendes Nebeneinanderleben (also, schon im gleichen Raum und so, ich unterstell da keine “Menschen raus”/”Tiere raus”-Forderung), oder ein irgendwie soziales Zusammenleben mit Tieren?

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  4. 4
    Wintermute

    “Ich hoffe, dass Menschen und Tiere in einer Welt, in der Menschen den Lebensraum von nichtmenschlichen Tieren rauben, miteinander leben lernen”

    “oder wird über Utopien spekuliert, in denen wieder und wieder nichtmenschliche Tiere keinen Raum haben sollen”

    ich fürchte, mit >7 Milliarden von Menschen, die ernährt werden müßen, ist da einfach begrenzt viel möglich. selbst bei veganer ernährung ist der flächenbedarf für landwirtschaft vorhanden. vielleicht bei völligem verzicht auf futtermittelproduktion für tierzucht insgesamt merklich weniger als heute, aber auch dann wären für tiere eher die nischen und landschaftsreste da. ich glaube nicht, dass wir bspw mitteleuropa wiederaufforsten könnten. vielleicht in teilen

    menschen “rauben” tieren den lebensraum, weil sie es müssen. vielleicht ist das langfristig mit neuen technologien oder bevölkerungsrückgang (der auch gar nicht so dumm wäre, da einige rohstoffe unter immer größerem aufwand abbaubar werden) im großen stil änderbar

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  5. 5
    Bäumchen

    kiturak,

    Zu Utopien: Ich stelle mir ein soziales Zusammenleben vor, gerade bei den Tieren, die wir in unsere Gesellschaft hineingezwungen und ihnen jede Selbstständigkeit genommen haben. Wie das aussehen kann, mag verschieden sein. Es wäre interessant, darüber nachzudenken, wie zum Beispiel Städte gebaut und umgebaut werden könnten, damit Tiere und Menschen sich da gemeinsam wohlfühlen. Die Utopie ohne Tiere ist eher das, was ich kritisiere: Ihr völliges Verschwinden in den Gedankengängen linker Träume. Erst durch Horkheimers Wolkenkratzerbild, wo ganz oben die Mächtigen unserer Gesellschaft drin sitzen und ganz unten dann die ,,Tierhölle” der Schlachthöfe hat mir selber die Augen aufgetan, dass wir diese Lebewesen nicht einfach ignorieren können, es aber oft tun.

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  6. 6
    textproduktion.net

    Wintermute,

    ich finde das Argument, wir hätten keine andere Wahl ziemlich schmalspurig. Hier geht es ja nicht darum, die Wertigkeit von Mensch und Tier gegeneinander abzuwägen, sondern erstmal überhaupt die Rechte der Tiere ignorierende Selbstverständlichkeit zu hinterfragen und sich darüber Gedanken zu machen, wie ein Zusammenleben möglich sein könnte.

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  7. 7
    Bäumchen

    Wintermute,

    Hi. Hab deinen Kommentar erst für Derailing gehalten, weil es nichts mit meinem Punkt zu tun hat (Zusammenarbeit in der Linken). Aber wieso nicht ein bisschen spekulieren, was möglich ist.

    Dein Punkt zur Ernährung ist ja nett gemeint, aber wenn die Futtermittelproduktion für unsere Schlachttiere wegfällt, könnte dadurch die ganze Welt ernährt werden. Übrigens meine ich ,,unsere Schlachttiere”, weil tatsächlich der größte Anteil der Futtermittel in der Welt und eben auch in den sogenannten Entwicklungsländern für die Mastanlagen Europas und Amerikas angebaut wird. D.h. mit dem Fleisch wird nicht ,,die Welt” ernährt, sondern in erster Linie die reichen Industrieländer.

    Was unsere Bedürfnisse betrifft, glaube ich, dass es weniger natürlich erwachsene Bedürfnisse sind, sondern etwas, was uns vorgesetzt wird. Ich glaube, es kann ein Umdenken geben, auch zum Beispiel in der Art, wie wir mit Tieren leben. Städte heutzutage werden für Autos gebaut, um den Handel zu erleichtern und den Pendlerstrom. Wie könnte eine Stadt aussehen, die für Menschen und Tiere gebaut wird; eine Frage, die ich unglaublich interessant finde und schon im Kommentar an Kiturak erwähnt habe. Dass wir Menschen an Zahl wachsen, ist nicht zu übersehen und ich hab auch kein Bock auf restriktive ,,Bevölkerungspolitik”. Aber ich glaube, ein Zusammenleben wäre möglich.

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  8. 8
    Wintermute

    [unbekannt],

    ich schrieb ja nichts von “keine wahl”, aber wir sind in unsereren wahlmöglichkeiten einfach derbe eingeschränkt, schlicht dadurch, dass wir so viele sind und so viele ressourcen brauchen, die tieren dann notwendig abgehen.

    und “zusammenleben”: im engeren sinne setzt das doch gegenseitigkeit voraus. und die gibt es mit tieren so nicht. wir können mit denen nicht verhandeln, dass die nicht unsere feldfrüchte essen, da müssen wir schon zwangsmaßnahmen wie zäune usw. einsetzen

    überhaupt ist das ein problem: tiere können sich ja nicht äußern. wir müssen deren position für sie mitdenken, und wie mir scheint, ist da die gefahr, eine zu erfinden, einfach riesig. wir wissen doch nichtmal ob tiere präferenzen auf individual- oder gruppenebene hätten, wenn sie die formulieren könnten. bzw ob so was schon abstraktes wie “interesse” auf bei vielen tierarten überhaupt existiert

    “Tierrechte” sind ja auch ein problem. wenn ich nicht mit naturrecht argumentieren will, dann sind tierrechte auch nur ein ergebnis menschlicher, kulturgebundener überlegung. aber mit dem konzept von “Menschenrechten” habe ich auch schon meine probleme

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  9. 9
    Bäumchen

    Stephanie,

    Ja, Insekten töten find ich auch scheiße. Gehöre dann auch regelmäßig zu denen, die die Kleinen einfangen und nach draußen bringen, damit die Großen Starken Männer in meiner Umgebung durch den Tötungsakt nicht ihre Männlichkeit unter Beweis stellen müssen. Ist kein Witz, so ne Szene gabs wirklich …

    Mit diesem moralischen Antispeziesmus beziehe ich mich v.a. auf diese – pardon – Kopffickerei. Wenn wir davon ausgehen, wie Singer meinte, dass wir Tiere deshalb schlecht behandeln, wel wir sie für weniger wert halten, dann müssen wir als Antispe versuchen, Unsere Einstellung Zu Ändern. Was zu langwierigen Diskussionen dazu führt, ob Tiere Rechte haben und wir ihnen diese einräumen müssen/können/zu geben uns herablassen. Sind wir jetzt pathozentrisch und orientieren uns an der Leidensfähigkeit der Tiere (die natürlich von uns ermessen wird, keine Frage), sind wir biozentrisch und wollen Leben allgemein schützen (wobei wir festsetzen, was lebt und was nicht und uns die Zeit mit Diskussionen darüber verbringen, ob die Waschmaschine nicht täglich zum Grab von Millionen Milben wird).

    All diese Diskussionen können Menschen führen und führen sie auch, aber sie berühren meine Lebenswirklichkeit nicht. Singers ständige Vergleiche, wen ich retten würde, die Fliege oder den Menschen, ist nicht mein Alltagsszenario und ich behaupte, so geht es den meisten Menschen.

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    1. 9.1
      Stephanie

      AusDerBaum » “Männlichkeit unter Beweis stellen” beanworte ich ja gerne damit: http://youtu.be/IS7Og1zvdy8

      Als Philosophin hab ich an dieser “Kopffickerei” ja durchaus Spaß, aber politisch sind wir da halt noch lange nicht..

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  10. 10
    Wintermute

    AusDerBaum,

    das mit dem derailing tut mir leid, die beiden punkte sind mir einfach ins auge gesprungen, und dann picke ich in diskussionen gerne das raus, worüber ich reden möchte. ich hoffe, das ist in diesem fall ok, da so eine nebendiskussion aufzumachen.

    ich habe eben nach meinem posting nochmal nachgeguckt: für deutschland sind etwa 60% der landwirtschaftlich genutzten fläche (also inklusive weiden, also nicht nur äcker) für futtermittelpdouktion zuständig. global, bei höherem anteil an weiden, sind’s laut wikipedia 70%. da ist tatsächlich sehr viel mehr luft für renaturierung bzw die flächen sich selbst überlassen vorhanden, als ich beim schreiben annahm

    ich glaube, das umgestaltung von städten jetzt nicht so relevant ist . selbst im dichtbesiedelten deutschland sind ja nur 5% der landfläche überhaupt bebaut

    ich frage mich aber auch bei deinem kommentar, was du unter zusammenleben verstehst. mir erscheint da eher ein nebeneinander möglich

    [freigeschaltet von Stephanie]

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  11. 11
    Bäumchen

    Wintermute,

    Ich würde mir beides wünschen. Ideal wäre natürlich, gerade mit Wildtieren ein ,,Nebeneinander” zu gestalten, so dass sich unsere Lebensräume nicht unbedingt berühren müssen. Beim Miteinander stelle ich mir die Millionen domestizierten Tiere vor, die eben so überzüchtet sind, dass wir sie nicht enfach in die freie Wildbahn setzen können. Töten möchte ich sie auch nicht. Wollen wir also Verantwortung übernehmen für die Situation dieser Tiere, weil wir sie ja auch in die Lage gebracht haben, stell ich mir vor, dass diese Tiere mitten unter uns leben. Aber eben nicht wie bisher auf begrenzten Räumlichkeiten, sondern mit dem gewissen Recht auf Freizügigkeit, wie es eben den Kühen in Indien zum Beispiel gestattet ist. In der Türkei hab ich in der Nachbarschaft erlebt, dass Hühner morgens rausgelassen wurden, die dann durchs Dorf liefen und abends wieder in den Stall zurückkehrten. Es wäre möglich den Tieren ein Heim, ein Unterschlupf, ein Stall zur Verfügung zu stellen und Futter bereit zu stellen, ohne diese Tiere gefangen zu halten. Aus energietechnischen Gründen wäre es zum Beispiel schick, ähnlich den Häusern im Schwarzwald Häuser wieder so zu bauen, dass die Tiere unten wohnen, so dass das Haus von der Stallwärme einen Vorteil zieht.

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  12. 12
    Zillie

    Interessante Diskussion (und überhaupt: Takeover Beta ist echt supergut!). Finde das hier noch ganz lesenswert zum Thema:

    http://www.theveganwoman.com/feminism-the-next-step/

    [freigeschaltet von Samia]

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