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Antwort auf “Wo ist eigentlich dieser Elfenbeinturm und in welchem Zimmer wohne ich?” von Nadine Lantzsch

Hinweis: Im Artikel schreibe ich ein rassistisches Wort aus, um es zu erklären.

Ich hab grad diesen neuen Artikel auf Medienelite gelesen und mich geärgert, deshalb blog ich jetzt auch mal was.

Ich nenn gleich mal das größte Problem, das ich damit habe: Dass auf Kritik verwiesen wird, die dann aber nicht zugeordnet oder belegt wird. Das ist ne ganz miese Tour, so macht man sich nämlich unangreifbar: Wer sich angesprochen fühlt, ist eh schuldig. Wer sich nicht angesprochen fühlt, ist eh einverstanden. Ich werd deshalb gleich mal was aufklären, was eigentlich erst später im Artikel steht: Die Person, die sich über den Begriff “epistemische Gewalt” beschwert hat, ist unsere* übertrieben supertolle kiturak! Viele bunte <3 <3 <3 an dieser Stelle! Das kann man alles hier auf Facebook nachlesen.

Dieses hinterhältige Nicht-Zitieren hat noch einen weiteren “Vorteil”: Die Kritiker_innen lassen sich hervorragend weißwaschen. Ich lass das mal so stehen, denn um sinnvoll zu widersprechen, müsste ich ja wissen, wer gemeint ist. Merkt ihr was? Ach, ich helf euch: Genau einen Tag vor Nadine Lantzsch hat die einzigartige Bäumchen einen unfassbar wichtigen Artikel zu Klassismus geschrieben (Lesen! Am besten jetzt, vor dem Quatsch hier! Kommentare auch lesen!). Und da wurde bisher mehr so mäßig bis gar nicht drauf reagiert.
Jedenfalls beschließe ich wegen dieser ganzen Fragezeichen, mich einfach von dem kompletten Artikel angegriffen zu fühlen. Zitate sind fett gedruckt. Viel Spaß, geht los:

Oft lese ich Kritik und gewinne den Eindruck, es ginge nur um die Kritik der Kritik willen …

Unpolitisch und psychologisierend. Sagen sowas nicht immer die Masku-Trolle, die Feminist_innen angreifen? Egal, jetzt kommt das erste Argument:

Es wird Sprache kritisiert, die unverständlich ist, aber es wird nicht eingeordnet, was das für Sprache ist und wo sie herkommt, wie sie sich einbettet in ein bestimmtes Herrschaftswissen (oder eben auch Widerstandswissen), wie dieses Wissen und diese Sprache zustande kommt.

Auch hier bleibt die Kritik, die sich ja erstmal total einleuchtend anhört, virtuell. Weil sie einfach in die Luft geschossen wird, ohne Ziel. Nee, auch nicht, kiturak war ja schon ein ganz eindeutiges Ziel. Dann vielleicht: Ohne dass das Ziel bekannt wäre. Trotzdem, ab hier war ich neugierig – was ist dieses Widerstandswissen? Warum ist es wichtig? Wer hat es, wer kann es bekommen?

Erstmal kommt aber ein kleiner Schwenk ins Grundsätzliche:

Warum sich auf einmal in die Kritik eines Machtverhältnis ein fieser liberalistischer Grundgedanke einschleicht und jeder Hinweis auf die Gefahr der Gleichsetzung von sozialen Positioniertheiten mit “Spiel keine oppression olympics!” vom Tisch gefegt wird.

Den Teil fand ich sehr kryptisch. Da hätte ein konkretes Beispiel bestimmt geholfen, kann ja auch ein erfundenes sein. Liberalismus ist scheiße, Oppression Olympics auch, der Zusammenhang ist mir völlig unklar. Ich sag auch gerne mal was gegen Oppression Olympics, deshalb hätt ich die Stelle gern verstanden – wenns jemand erklären könnte, wär das toll.

Jetzt kommt viel von Lantzschs eigenem Leben und wie sie zu einer antiklassistischen Praxis gefunden hat. Sie kommt dann auf “studierte junge Menschen, vielleicht auch aus studierten Elternhäusern”, die ihr bei Vorträgen wegen ihrer Sprache Klassismus vorwerfen. Ich versuch das ja alles zu entschlüsseln, und ich denke mal, hier geht es definitiv nicht mehr um Leute, die ich kenne oder mit denen ich zu tun habe. Ich kenne offline jedenfalls kaum studierte Menschen, und meine großartigen Mitblogger_innen können auch nicht gemeint sein, weil die keinen “neoliberalem Sprech” draufhaben.

Dann gehts darum, dass Lantzsch das Wissen von der Uni weiterverbreitet, indem sie z.B. bloggt. Hier bin ich auch wieder nicht ganz sicher, aber ich glaube, sie sieht das Bloggen als antiklassistische Praxis, weil sie damit ja Leuten hilft, die nicht studiert haben. Find ich ziemlich komisch, aber nicht so wichtig, weil:

Auch dann kommt wieder der Klassismusvorwurf um die Ecke, weil ich nicht immer Alltagssprache benutze.

Undankbares Pack! Da gibt man sich sone Mühe, und dann?! Naja, eh nicht: Sie behauptet ja, die Kritiker_innen seien gar nicht von Klassismus betroffen. LOL. “Nicht immer Alltagssprache” ist ne harte Untertreibung. Diesen Artikel von Lantzsch konnt ich ganz gut lesen, andere: Not so much. Alltagssprache sei “rassistisch, sexistisch usw geprägt und dominiert”. Normal, aber deshalb muss man doch nicht rumakademisieren. Krieg ich doch auch hin! Klar, die *ismen muss und musste ich mir abgewöhnen, das war und ist harte Arbeit. Das hat aber nen Scheiß mit dem Sprachniveau zu tun, ich versteh überhaupt nicht, wie man auf sowas kommt. Ich meine, gehts hier um “je niedriger die Klasse desto größer der Rassismus”? Sind Akademiker_innen weniger sexistisch? Ist “Migrationshintergrund” weniger widerlich als das K-Wort? (Das steht für das rassistische Schimpfwort “Kanake”.)

Warum soll ich Wissen von Theoretiker_innen of color umlabeln, umschreiben und umsprechen, so dass es auch jede weiße Person begreift? Warum wird Wissen von Theoretiker_innen of color als “Fremd”wörter fremddefiniert?

Bahnhof. Um welche Wörter gehts hier? Englische Sachen vielleicht? Spaß, es geht natürlich um die fantastische KITURAK! Also, um das oben erwähnte Zitat von Facebook.

Und warum beschweren sich weiße Personen aus Akademikerhaushalten, dass sie auf postkolonial verorteten Konferenzen das Wort “epistemische Gewalt” nicht verstanden haben … Während Wikipedia eigentlich die Antwort auf dem Silbertablett serviert?

Ich will hier nochmal betonen, was für ne unfassbar widerliche Tour das ist, jemanden so anzugreifen, dass nur sie* und ein paar wenige Eingeweihte es verstehen können. Aber zur Kritik: Wenn ich Wikipedia frage, kommt was krass Unverständliches über “Epistemologie”. Das soll ein Silbertablett sein?! Letztens konnte mir jemand “epistemische Gewalt” erklären, es bedeutet sowas wie “Wissensgewalt” oder “Gewalt durch Wissensproduktion”. Weil.. ein Epistel ein Brief ist. (Korrigiert mich bitte, wenn das völliger Quatsch ist.) Ich denke, das soll jetzt ein Beispiel für einen Begriff aus dem Widerstandswissen sein. Er ist ganz klar akademisch, lateinisch, für Außenstehende nicht verständlich. Kein Plan, warum das kein Fremdwort sein soll. Man kann so einen Begriff hinterfragen. Spoiler: Ich bin weder weiß noch akademisch, die Keule zieht also nicht.

Warum wird hier Klassismus gegen Rassismus ausgespielt, während es in der Mehrheit von Rassismus betroffene Menschen sind, die sich mit “ethnischer Unterschichtung”, Sozialchauvinismus und der Bewertung ihrer nationalökonomischen Verwertbarkeit rumschlagen müssen …

AAAAAH anstrengend. Denkt sie denn, die Menschen, für die sie da spricht (Achtung: bei anderen ist das was Schlechtes), verstehen den ganzen Scheiß? Gibts doch nicht. Aber es ist noch nicht vorbei, hier:

Warum wird widerständiges antisexistisches, antirassistisches Wissen zur Angriffsfläche von Klassismuskritik und nicht die sexistischen und rassistischen Wissensproduktionen irgendwelcher weißen Theoretiker … Warum werden nicht vornehmlich linke Theoriemacker bei Seite genommen …

Immer das Gleiche: Nestbeschmutzerin*! Wir müssen zusammenhalten! Du machst unsere schöne Bewegung kaputt! Die da drüben sind viel schlimmer! Das kann man doch echt nicht mehr bringen. Trololol, und woanders müssense hungern.. Aus.

Wichtige Hinweise: Das takeoverbeta-Team haftet nicht für Samia. Das ist übrigens immer so und bei allen, außer bei gemeinsam veröffentlichten Posts wie den Hinterzimmerberichten.
Die üblichen Lantzsch-Haters brauchens gar nicht erst versuchen, ihr seid hier immer schon raus. Sollte uns jemand durchrutschen, weil er_sie sich verstellt, sagt Bescheid, dann fliegt er_sie nachträglich raus.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://takeoverbeta.de/2012/11/antwort-auf-wo-ist-eigentlich-dieser-elfenbeinturm-und-in-welchem-zimmer-wohne-ich-von-nadine-lantzsch/

25 Kommentare

3 Pings

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  1. 1
    Distelfliege

    Ich fand ja “es war nicht alles schlecht”. Im Gegenteil, ich fand den Artikel von Nadine sehr interessant und anregend. Ich habe bei Bäumchen den Artikel zu Klassismus auch positiv kommentiert, weil ich den auch gut fand. Für mich ist das kein Widerspruch. Beide haben da ihre Punkte.
    Und gerade ich finde das z.b. ganz groß, wenn Wissen kostenlos im Blog geteilt wird, wo man sonst für an die Uni muss. Mich interessiert diese ganze Intersektionalität und Critical Whiteness Diskussion auch, ich habe aber keinen Zugang zu den entsprechenden tollen Uni-Seminaren, ich kann froh sein, wenn ich einen Platz in einem 2tägigen Workshop kriege, wo die Zeit nicht mal für 2/3 des Programms reicht und dann ist er schon wieder vorbei – während andere ganze Semester Critical Whiteness Seminare machen können an den Unis. Da war es dann das Blog von Nadine und auf Facebook auch konkret Nadine, die mir Links reinreichte, wo man sich informieren kann, dabei z.B. auch Podcasts, Sachen zum Anhören, nicht nur Texte, die Texte waren für mich gut verständlich – das finde ich wertvoll. Oder Vorträge kostenlos halten für Leute. Zugegeben ist das blöd, das hier zu schreiben – das sollte ich eigentlich bei “medienelite” schreiben, aber da komme ich mit der Kommentarfunktion nicht zurecht.

    >Normal, aber deshalb muss man doch nicht rumakademisieren. Krieg ich doch auch hin!

    Da stimme ich dir zu. Mir ist auf meinem Blog mal Klassismus vorgeworfen worden, weil Begriffe, die sich in der linken oder feministischen Szene gebildet haben, keine Alltagssprache sind. Z.B. wenn man sagt “People of Color”, das wäre zu unalltäglich und deshalb klassistisch, das zu schreiben. Ich muss aber dazu sagen, dass die Kritik an sich ja ok war. Für mich war das eine Erinnerung, mich mehr um Klarheit zu bemühen in meinem Schreiben. Aber “PoC” und sowas schreibe ich trotzdem dann noch. Das hatte Esme ja auch in einem ihrer Artikel über Verständlichkeit geschrieben, dass sie antidiskriminierende “Fachbegriffe” weiter benutzt, die in Fußnoten aber erklärt.

    Ich finde den Artikel von Nadine gerade in Ergänzung zu der laufenden Diskussion (und so nehme ich den einfach wahr) und nicht “gegen” die “andere Seite” in der laufenden Diskussion für mich nützlich. (Mal abgesehen davon, wo jetzt Seitenhiebe gegen wen drin standen. Denn da steige ich eh nicht durch.) Sie schreibt was von Umverteilen, von Wissen teilen, von Klassismus vs. Rassismus usw. und diese Dinge finde ich an und für sich einfach sehr betrachtenswert. Ich nehme das so an, dass ich sage: Aha, da hat Bäumchen geschrieben über Zugang zu Wissen usw. was ich bemerkenswert finde, und das und das, was Nadine geschrieben hat, fügt dem Aspekte hinzu, die ich auch bemerkenswert finde. Also Kritik an akademischer Sprache – ok, gut. Die Kritik an der Kritik – auch recht. Kritik kann ja auch helfen, etwas zu verbessern.
    Grüsslein.. :)

    [freigeschaltet von Samia]

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    1. 1.1
      Samia

      (Mal abgesehen davon, wo jetzt Seitenhiebe gegen wen drin standen. Denn da steige ich eh nicht durch.) (Distelfliege)

      Das Private ist politisch.

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  2. 2
    Distelfliege

    Samia, Ja, wie wahr. Wobei mein Privates sicher wieder was anderes ist wie deins – und ich denke gerade aufgrund dieser Diskussion viel über mein Privates nach. Dafür – für das Anregen dazu – danke ich dir und nicht nur dir.

    [freigeschaltet von Samia]

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  3. 3
    kiturak

    ooooooooh mann, DANKE Samia ♥

    Und warum beschweren sich weiße Personen aus Akademikerhaushalten, dass sie auf postkolonial verorteten Konferenzen das Wort “epistemische Gewalt” nicht verstanden haben, aber die Zeit und Ressourcen aufbringen, darüber ganze Blogbeiträge zu verfassen, wie schlimm ausschließend und klassistisch das alles war?

    jo, lantzschi, die Antwort steht eigentlich direkt bei Bäumchen, wenn Du jemals echt dran interessiert wärst:

    Dass Feminist*innen in ihrem Bemühen, antirassistische Politik zu verteidigen, andere, klassistisch betroffene Feminist*innen unsichtbar gemacht haben in ihrer Art, die Debatte zu führen. Und yeah, Menschen wie ich haben da nix zu gewinnen, weil von beiden Sachen, Rassismus wie Klassismus, betroffen. Als ich mich äußerte, reagierte keine*r. Zu schön war es wohl, auf die andere Seite einzuschlagen. Als Freundinnen* von mir sich daraufhin äußerten, wurde ihnen* gesagt, sie* seien ja nicht klassistisch betroffen, so what’s the deal. Also muss sich jede* erstmal als ,,arm” oder ,,ungebildet” outen, bevor sie* was sagen darf. Und wenn sie es sagt, wie in meinem Falle, wirds einfach nicht beachtet.

    uuuuund “wer hätte das gedacht”? (rhetorische Frage meinerseits. Die einzige Überraschung wär gewesen, wenns mal anders gelaufen wäre) Genauuuuuu das selbe Spielchen von vorn. GESTERN hat Bäumchen den Artikel geschrieben, HEUTE den Kommentar. Aber es reicht ja einfach nicht.

    Ja, lantzschi, und damals bei decolonize, mit der epistemischen Gewalt? Wieder das gleiche Spielchen. Immer das Gleiche. Wenn Du echt jemals dran interessiert wärst (bist Du nicht), hättest Du gemerkt, dass ich überhaupt nicht die*jenige war, die* da zuerst was geschrieben hat. Kuck nochmal hier, gesehen? Mein Kommentar kam auch damals schon nur deshalb, weil die Person, die ursprünglich was gesagt hat, tagelang einfach glatt ignoriert wurde. Deine erasure, einfach alle mal als weiß und klassistisch privilegiert einzusortieren, die was sagen. Oh und heyyyyy schau mal hier auf twitter, na sowas! lauter Leute!

    Soll ich mal sagen, warum ich gerade als Mensch aus nem akademischen Haushalt bei sowas rumkacke?
    Weil ich weiß, wenns für mich mit tollem Förderumfeld schon zu krass ist, wie ist das dann für Leute ohne akademische Hätschelerfahrung seit Jahr 1? Wenn ICH mir was schon nicht leisten kann, wenn ICH schon Kopfschmerzen kriege vom flackernden Licht, wenn ICH schon das Gefühl habe, dass das rassistisch ist, wenn ICH schon den Weg nicht finde, wenn ICH schon ….

    Oh ja, und das nächste Mal, wenn Du Dich drüber aufregst, dass ich “für Konferenzen durch’s Land reis[e]“, lad ich Dich gern ein, mich für 18€ pro zehn-Stunden-Fahrt in Nahverkehrszügen zu begleiten. Oh ja, ich hab’s mir geleistet, nach Berlin zu fahren mit dem Quer-durchs-Land-Ticket von Mainz aus. OH und weißt Du was?! Ein paar Wochen später war ich WIEDER in Berlin, und weißt Du, wie ich’s bezahlen konnte? Ich hab die Fahrkosten erstattet bekommen. DANKE ♥ ♥ ♥ an das Ballhaus Naunynstraße und das freitext magazin.
    Aber ja, das Letzte weißt Du, denn das kennst Du nur zu gut: so reist Du nämlich auch zu Deinen Konferenzen. Ist anscheinend nur für andere Leute was Anrüchiges, zu Ladyfesten o.Ä. an anderen Orten der großen Welt zu fahren. Ach, weißt Du, was das Gute an erstatteten Fahrkosten ist? Jaaa, weißt Du vermutlich aus eigener Erfahrung: Manchmal können dadurch Leute wohin fahren, wenn sie ansonsten wegen fehlender Kohle daheim bleiben müssten. Nicht immer. Oohhhh ja, mein Luxusleben. In “sündhaft teuren Restaurants” war ich auch schon? Na Scheiße mann, daran hätt ich echt gern ne Erinnerung. Weißt schon, für wenn der Dispo schon wieder am 7. des Monats überzogen ist und ich nach Schulder_innenberatungen suche für die Scheiß-Forderungen MEINER Scheiß-Krankenkasse. (ICH HAB DIE LÄNGERE KRANKENKASSE.)

    UND JA! ICH “JAMMERE”. Ja, auch wenns anderen schlechter geht. Und auch, wenn ich immer noch haufenweise Privileg habe. Weil mein Leben wichtig ist und toll, genau wie Deins, und wenns kaputtgemacht wird, dürfen wir wütend sein. Müssen nicht, aber dürfen. Wenn Du das bei anderen “jammern” nennst, ist das die glatte Aufforderung zur politischen Kapitulation.

    Weißt Du, was mich schon fast wieder tröstet, lantzschi, weils so absurd ist? Deine ganze Scheiße in die Richtung von Kiturak Will Sich Ja Bloß Wichtig Machen mit den Anti-*Ismus-Sachen. Das Geile daran ist, dass das GENAU die Scheiße ist, die ich aus euren Kommentarspalten bei der Mädchenmannschaft kenne. (Du weißt schon, da, wo Du so mildtätig unbezahlten Wissenstransfer an die Massen austeilst.)
    Eure damals gern und oft veröffentlichte Hausrassistin Irene hat mich damals “Edelgesinnungstroll” genannt, und den vibe krieg ich sooooo oft in Deinem gesamten Kack-Umfeld. Aber jetzt hab ich immer noch nicht gesagt, warum ich das so cool finde? WEILS GENAU DIE “pi-News”-DENKE IST. Genauuuuuu das. Genau die Sarrazin-Verteidigungs-Denke. Die r*pe-Apologist-Denke. Das geht so: “‘Wir’ denken doch alle eigentlich [diskriminierende Scheiße]“. Der eiiiinzige Grund, warum [nicht diskriminierter Mensch] was dagegen sagt, KANN NUR SEIN, dass si:er sich WICHTIG MACHEN WILL.
    Ha, schau, ich verlink mal nen weißen Hetero-Typen in nem Mainstream-Medium ohne Garantie für durchgehende *ismus-Freiheit!
    [edit: Im Gegenteil. Warnung. Ableistische Sprache querbeet, restliche *Ismen so gemischt]
    ‘#7. Claim the Other Person Is Just Trying to Get Laid’ aus ‘The 8 [ableistisches Wort] Defenses Against Accusations of Sexism’
    Die Masche ist so alt, und so unoriginell, und so politisch beschissen in jeder Hinsicht. Und es fällt Dir nicht mal auf, Du liebe Güte. Genausowenig wie’s Dich kümmert, dass “Die Kommt Sich Wohl Sehr Toll Vor” gaaaaanz unten im sexistischen Komposthaufen lagert. Genausowenig wie Dir die traurige Sackgasse auffällt, in der Deine Scheiß-Argumentation steckt: Privilegierte sollten bei Diskriminierung die Fresse halten? Na zum Glück hältst Du Dich da selbst nicht dran, sonst könnten wir den politischen Widerstand dicht machen.
    Nee, was Du sagen willst, ist doch: ICH sollte die Fresse halten. Bäumchen oder Samia oder Marlen_e, die ignorierst Du mal glatt, aber ich? Ich fall Dir irgendwie auf den Wecker. GENAU nach Bäumchens Analyse.

    Ey weißt Du was?

    Änder mal was.

    [edit kiturak: link zur edelgesinnungstrollin repariert. Leute, sagt doch was! ... wie, "interessiert keine_n"?! :D ]

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    1. 3.1
      kiturak

      oooooh einen hab ich noch!!

      während du zu Hause vorm Rechner hockst[*] oder für Konferenzen durch’s Land reist und dich mit Kritik an Sprache zufrieden gibst?

      Ich glaub’, das ist echt mein Liebling. Ich rahm mir das ein. Für immer.
      Von ner Feministin*.

      Sticks and stones may break my bones but words can mobilize an entire society in violent hate against me. And we should never forget that fact.

      Genderbitch. Words and Offense.

      *Kleiner unbezahlter Wissenstransfer von mir für Dich, lantzschi: Ich weiß, das “Du sitzt nur vor dem Rechner rum”-Argument ist echt eins Deiner Lieblinge. Allein gegen mich bringst Du’s nun schon zum zweiten Mal. Aber check das doch nochmal bei Gelegenheit auf verschiedene *Ismen ab. Ableismus und Klassismus sind grad die ersten, die mir einfallen. Sind aber garantiert noch mehr. Plus der absurde politische Level 1-Fail.
      (Und ich sag NICHT, dass Du da privilegiert sein musst, nur weil Dus immer so ganz schlimm verkackst damit.)

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  4. 4
    Zweisatz

    Toll, Samia <3

    Damit hier mal ein bisschen Hinter-den-Kulissen-Zeug klarer wird: Lantzschis Zitate klingen (hab den Artikel nicht gelesen), wie ihr Kommentar, den ich bei mir nicht freigeschaltet habe unter meinem letzten Artikel zu Sprache. Da kann ich hier gleich nochmal sagen, warum: auch negativ von Rassismus Betroffene können klassistisch diskriminieren. So grob.

    Edit: Also ich mein, es sind sicherlich nicht die gleichen Texte. Aber einige Punkte kommen mir bekannt vor, namentlich das, was ich kritisiert hab.

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  5. 5
    Bäumchen

    @Samia Ich bin so übelst begeistert, tolle Antwort, danke dass du das geschrieben hast!
    @kiturak dein Kommentar ist genial :D

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  6. 6
    inkog*ni

    es bedeutet einen riesigen aufwand, allein der diskussion noch folgen zu können:
    also, ich komme an und sehe ‘aha eine antwort auf einen artikel’, der wiederum verlinkt ist. also macht es doch erstmal sinn, diesen artikel zu lesen. richtig, kryptisch und ellenlang rw. dann les ich weiter bei samia, dann der facebook-link, aha das ist ja wenigstens ganz schön kurz und mal ein schönes beispiel für scheiße, dann weiter bei samia, der link zu bäumchen ‘lesen! kommentare auch!’ letztere sind ja kilometerlang rw und beziehen sich wiederum auf irgendwelche sachen, die davor passiert sind usw.
    das ist jetzt nicht als derailing gemeint und (was ne alternative zu dem problem sein könnte fällt mir auch gerade nicht ein), einfach als rückmeldung, bin auch nicht böse, wenn ihr es nicht veröffentlicht. lg

    [freigeschaltet von Samia]

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    1. 6.1
      Zweisatz

      @inkog*ni: Ich werd das nochmal verschlimmbessern^^: Nachdem ich einen Artikel zu dem Thema geschrieben hatte, fiel mir das auch auf. Hab dann hier (ganz am Ende des Artikels) mal zusammengetragen, welche Artikel in welcher Reihenfolge kamen. Ich werde das mal noch um Lantzschis und Samias Artikel erweitern. Die schlechte Nachricht: weniger zu lesen wird es dadurch nicht.

      Ich fürchte das Problem ist, dass das Thema gerade recht neu bzw. von Neuem diskutiert wird. Dadurch gibt es viel Hin und Her, das einfach schwer zu verfolgen ist :/

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  7. 7
    Janne

    Ich hab den Artikel von Nadine gestern leider nur überfliegen können und dachte zuerst: Hm, in einigen Punkten hat sie vielleicht recht, aber ich hab keine Zeit, den ganz zu lesen. Speicherste mal als Lesezeichen und liest den später.

    Dann bin ich aufgestanden und zur Uni gegangen, um dort ein Referat über KLASSISMUS zu halten.
    Ich habe mich vor meinen Kurs gestellt und erst einmal Fakten zu Klassismus und Armut in Deutschland heruntergerattert, um dann davon zu erzählen, wie scheiße es ist, klassistisch diskriminiert zu werden.
    Wenn ich mit zwei Brüdern von einer Frau erzogen werde die “nur” ihren Hauptschulabschluss und ne Ausbildung gemacht hat, dann 20 Jahre Hausfrau und Mutter war und die nach der Trennung von meinem vorher eh nie anwesenden Vater nur die Möglichkeit hatte, ALGII zu beziehen, bin ich klassistisch diskriminiert. In der Schule, an der Uni und in meinem sozialen Umfeld, das zum “akademischen Mittelstand” gehört. Das sind vielleicht keine absichtlichen Diskriminierungen, aber sie sind trotzdem vorhanden. Manchmal habe ich das Gefühl, im “Reallife” nur zwei oder drei Freund_Innen zu haben, die nachvollziehen können, was daran scheiße ist, nämlich diejenigen, die selbst von alleinerziehenden, arbeitslosen Müttern* (in diesen Fällen) aufgezogen wurden und diejenigen, die sich jahrelang mit Jugendämtern herumschlagen mussten, um überhaupt die Chance zu bekommen, ihr Leben einigermaßen auf die Reihe zu kriegen. An Abitur und Studium war zu der Zeit bei diesen Leuten nicht zu denken. Das wurde entweder nachgeholt oder auch nicht.
    Es ist scheiße, wählen zu müssen, ob ich jetzt mit meinem Kurs ins Kino gehe, weil die Lehrkraft weiß, dass ich keine Kohle habe und sie mir deswegen anbietet mich einzuladen, oder ob ich diese Einladung ausschlage, weil sich das scheiße anfühlt, Geld von Lehrkräften anzunehmen. Oder generell gar nicht zu gehen, weil das Geld nicht vorhanden ist und auch kein_e großzügige_r Spender_In zu Stelle ist.
    Ich habe darüber gesprochen, dass es auf den meisten Gymnasien, die ich besucht habe, es den Lehrkräften scheißegal war, dass ich teilweise kein Wort verstanden habe und ich meine schlechten Noten erst losgeworden bin, als ich auf eine Gesamtschule wechselte, um später dann mein Abitur nachzuholen. Genauso wie über die Tatsache, dass sich an Universitäten niemand angesprochen fühlt, wenn ich nicht weiß, wie ich meine Semestergebüren finanzieren soll. Und dass ich mit dem, wie Kiturak es so schön formulierte, “akademischen Geseiere” nicht zurecht komme (ich hab dich sogar in meinem Vortrag zitiert xD)
    Die Rückmeldungen aus meinem Kurs schwankten stark zwischen “WTF” und “Toller Vortrag”, ich bekam keine einzige negative Rückmeldung, viele empörten sich über das Arbeitsamt und darüber, dass ich dazu angehalten wurde, noch während meiner schulischen Ausbildung mir einen 400€-Job zu suchen.
    Ich kam zurück und fühlte mich irgendwie befreit, weil selbst diejenigen, die NICHT diese Diskriminierung erfahren haben, zu mir kamen und sagten: Das war gut und das war wichtig. und ich weiß, dass ich mutig bin, mich vor Fremden hinzustellen und zu sagen: “MIR GEHT ES SCHEIßE! Und zwar aus diesen und jenen Gründen!”

    Heute Morgen kam ich erst dazu, Nadines Eintrag zu lesen, nicht nur zu überfliegen, und ich fühlte mich dezent verarscht, weil ich NIEMANDEN kenne, di:er sich über Klassismus beschwert und aus dem Hintergrund kommt, den Nadine beschreibt. Ich kenne keine Studierenden aus akademisch geprägten Elternhäusern, die sich über Fachsprech beschweren, nur welche, die andauernd Fachsprech verwenden, um sich wichtig zu machen. Die dann nicht noch einmal erklären, was genau dieses Wort bedeutet und wer in der Situation war, weiß, wie scheiße es ist, bei jedem zweiten Wort nachfragen zu müssen “Häh, was bedeutet das?”.
    Ich kann Fachsprech nicht fließend und schaffe es trotzdem (soweit ich weiß) meine Sprache recht diskriminierungsfrei zu halten. Das hat nichts mit Spezialworten zu tun, sondern einfach damit, wie ich meine Gramatik setze und wie ich Worte umformuliere. Und wenn ich aus einem Wort zwei Sätze machen muss, damit er verstanden wird UND diskriminierungsfrei ist, DANN IST DAS HALT SO!

    Was ich sehr schade finde, ist das Verallgemeinern. Kritik an der Kritik ist nichts schlechtes, das sehe ich auch so. Aber es kann nicht davon ausgegangen werden, dass alle die Möglichkeit haben zu wählen, ob sie “arm” leben wollen oder nicht. Nadine mag diesen Weg eingeschlagen haben, aber das macht sie nicht automatisch zu einem besseren Menschen. Ich finde es schade, dass sie sich durch ihr Engagement für die Mädchenmannschaft (das ich gut und wichtig finde!) versucht, in eine “Opferrolle” zu drängen (Schaut mich an, ich mach das ehrenamtlich!), in die sie nicht gehört. ich habe mir nicht ausgesucht, ALGII zu beziehen und ich habe nicht die Möglichkeit, zu Kongressen zu fahren, um mit Leuten darüber zu reden, was in unserer Gesellschaft scheiße läuft. Weil einfach die Kohle fehlt und mir das niemand finanzieren kann.
    Eins noch: wenn ich etwas kritisiere, dann belege ich das. Das wusste ich schon in der Realschule. Wenn Nadine die Kritik kritisieren möchte, dann gerne mit Quellen, um alles nachvollziehen zu können. Aber nicht auf die Art und Weise, dass sich Leute, die von Klassismus betroffen sind, erstmal an den Kopf fassen und denken “Ich mach alles falsch” um dann zu realisieren: Moment! Sie glaubt, sie spricht von mir. Aber das tut sie gar nicht.
    Ich fühle mich nicht angesprochen, ich habe Grund zum Motzen.

    Lange Rede kurzer Sinn: Samia, das hast du super gemacht! :D

    [freigeschaltet von Samia]

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    1. 7.1
      kiturak

      Janne » ich hab ja noch garnicht gesagt, wie krass toll Dein Kommentar ist. Sorry, Müdigkeit die Tage. Das ist ja echt ein eigener Blogpost, und was für einer.
      Ich finds so toll, dass das Referat so ein Erfolg war, echt. Ich hätt’s so gern gehört :) (… ich nehm nicht an, dass Du’s veröffentlichen willst?) Ich finds an der Uni immer schlimm mit allen Arten von Anti-*Ismus, die allermeisten reagieren unglaublich ablehnend. Weiß nichtmal, welche Leute ich schlimmer finde, die Profs oder die Jung-Studis im Karrieremodus. Jedenfalls kann ich vor allem da nur Deine Erfahrungen auch nur bestätigen, was unsre Uni angeht. Das fängt bei den systematisch zu teuren Studiwohnheimen an, geht bei “lern Leute kennen!” Kneipenabenden und Wochenendfahrten weiter, und hört bei irgendwelchen Exkursionen auf. Arbeitsmaterialien. Bachelorstudiengänge, die genau eine Lebensweise im Blick haben, und zwar keine, wo nebenher gejobbt oder sich um Kinder gekümmert werden muss. Politische Studi-Gremien, wo die Sitzungen gern bis 11 gehen, oder auch mal bis 4, und wenn Du früher gehst, hast Du halt Pech gehabt undoder wirst schief angeschaut. Zum Teil hab ich das früher auch garnicht gerafft, wie schlimm das ist, zum Teil fand ich’s immer schon schrecklich.
      … Das mit den Semestergebühren ist auch echt krass, nebenbei. Bei uns in Mainz sind das pro Semester inzwischen 250€, Großteil davon für das zugegebenermaßen riesige Semesterticket. Aber zweimal im Jahr, Januar und Juli, jedesmal furchtbar. Natürlich hat mans dann nicht und muss es irgendwie organisieren und überweist es zu spät, und das kostet nochmal 15 € extra.

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  8. 8
    Anne

    Richtig guter Artikel, bringt es auf den Punkt.

    Bin echt richtig interessiert, ob und vor allem wie diese internen Diskussionen um Klassismus weiter verlaufen werden, ob mal ein Einsehen folgt, oder ob immer nur auf wiederholte Weise eine Abwehrrektion auf die nächste kommt.

    Samia: Schreibste ab jetzt bitte bitte öfter? <3

    [freigeschaltet von Samia]

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  9. 9
    inkog*ni

    :-)

    [Freigeschaltet von Zweisatz]

      Zitieren  Antworten

  10. 10
    kiturak

    Anne:

    Samia: Schreibste ab jetzt bitte bitte öfter? <3

    <3

    @Janne

    wie cool, ich wurde zitiert?! bin sehr geehrt :)
    Aber ich hab ja bei der Mädchenmannschaft (also, link oben, der thread mit dem "Edelgesinnungstroll") nochmal gelesen, was ich da kommentiert hab damals. Uund – Geseier?! Also, nicht so wie diese ganz krassen Texte teilweise, aber schon so der Anfang in die Richtung. Dann geschockt alte Blogposts von mir angeschaut aus der Zeit – nee, alles ok, so wie immer. Trotzdem … Grad nochmal die Kurve gekriegt, würd ich sagen. Credit an meine übertrieben supertollen Mitblogger_innen :)

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  11. 11
    Wintermute

    ihr posting auf ihrem blog ist doch einfach mal wieder der xte, der nahelegt, dass Nadine Lantzsch einfach nicht in der lage ist, mit kritik umzugehen. wenn sie kritisiert wird, hat das irgendwas mit böswilligkeit zu tun, oder neoliberalismus, oder oder oder. und wir sollen sie gefälligst alle für ihr aufopfertum abfeiern. denn: sie leidet ja so!

    ich finde es wirklich fuchtbar!

    (sorry, das mußte raus)

    [freigeschaltet von Samia]

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  12. 12
    eine leserin weniger

    wie passt

    “Die üblichen Lantzsch-Haters brauchens gar nicht erst versuchen, ihr seid hier immer schon raus. Sollte uns jemand durchrutschen, weil er_sie sich verstellt, sagt Bescheid, dann fliegt er_sie nachträglich raus.”

    mit der selbstgerechten, [editiert. kiturak] hasstirade von kiturak und dem kommentar von wintermute zusammen (“sie leidet ja so!”)?

    macht es eigentlich spaß, sich untereinander eigentlich immer nur zu bestätigen und andere menschen zu beleidigen, weil die argumente fehlen?

    bis dann,
    eine leserin weniger.

    [freigeschaltet von Samia]
    [bearbeitet von kiturak.
    @angebliche Ex-Leserin, ich hab’ lantzschi die Verwendung von “Jammern” angekreidet (RW), ich streich Dir Dein “weinerlich”. Nö, Leute, ich hab meinen persönlichen Kram da hingeschrieben, weil der Artikel von Lantzsch so ein hübsches Jet-Set-Leben für mich herbeifantasiert hat. Lies ihn vielleicht nochmal, und den von Samia auch, wo Du grad dabei bist. GENAU das Zwangs-Outing, das Lantzsch (siehe Bäumchen) verlangt, und entsprechend krieg ich dafür von Dir auf die Fresse. Selbst wenns nicht so wäre, GUTE NACHRICHT!! “Jammern” und “weinerlich sein” ist ok, wenns eine_r scheiße geht. Wie zum Henker ist Dein Plan gegen Ungerechtigkeit? Protestantische Tugenden? Jo, geb zu, hab mich bei dem Wintermute-Kommentar rausgehalten (Nachtrag: Wegen dem “Leiden”, mein ich). Find es aber nach wie vor was anderes, wenn eine ihr “mir gehts scheiße” dazu benutzt, anderen den Mund verbieten zu wollen – “ich jammere nicht.” Diese ganze “ich ertrage mein Leid schweigend – IHR JAMMERT, während anderswo Kinder hungern?!”-Scheiße ( ♥ Samia) kotzt mich so dermaßen an.]

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    1. 12.1
      Zweisatz

      eine leserin weniger,
      Kann mich Samia nur anschließen: wo sind deine Argumente? Es gibt einen Unterschied, zwischen rundheraus beleidigen und Kritik. Was du machst, ist Kritik einfach mit Beleidigung gleichsetzen. So kann man keine* mehr kritisieren, weil alles, was nicht zur eigenen Meinung passt, automatisch ‘ne Beleidigung ist. Machen Polizistinnen* auch gerne, wenn sie PoC wegen Beleidigung anzeigen, weil die sie rassistisch genannt haben. Ich schweife ab.
      Was du, selbst in meiner Welt, wo ich zwischen Kritik und Beleidigung unterscheide, aber tust, ist: nur beleidigen. Die innere Logik deiner Einstellung und deines Verhaltens ist mir also relativ schleierhaft.

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  13. 13
    Samia

    Stimmt, ist missverständlich formuliert: Ich meine damit die Maskus und so, ich verbiete natürlich niemandem seinen_ihren Hass. Argumente: find ich gut, stehn auch ein paar in meinem Text, auf den du ja gar nicht erst eingehst. In deinem Kommentar stehen keine, der beleidigt nur Menschen. Kann auch sein, dass der wieder rausfliegt, weiß ich nich.

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  14. 14
    Janne

    kiturak,

    Hab hier länger nicht vorbei geguckt, deswegen erst die späte Antwort :D

    Hier in Bremen ist der Semesterbeitrag auch so hoch (250€) und ich check überhaupt nicht, dass NIEMAND sich da angesprochen gefühlt hat und mir das Arbeitsamt erst das Geld GELIEHEN hat, als ich darauf verwiesen habe, dass ich dann wohl weiterhin arbeitslos sein muss..
    Gerade der akademische Betrieb regt mich so hart auf! Das “Geseiere” hab ich übrigens aus diesem Artikel: https://kiturak.wordpress.com/2012/10/11/die-sache-mit-der-politischen-unverstandlichkeit/ weil ich diese ganze Sprachdisskussion mit ins Referat gepackt habe (hab auch Antje Schrupp zitiert, wo sie meinte, dass jede_r ja sich da reinarbeiten kann, aber Sachen einfach zu formulieren, wäre ja zu schwer).
    Bin immer noch am Überlegen, ob ich das ganze nochmal als Videovortrag mache oder so.. aber ich hab keine Ahnung von Videos bearbeiten und n paar Zitate und Quellenangaben müssten da schon reingeblendet werden, damit ich 1. Hatern weniger Angriffsfläche biete und 2. das auch generell schöner anzusehen ist. Beim Referat hab ich das nur mit A4-Zetteln gemacht, die ich ans Whiteboard geklebt hab. Falls eine_r also Bock auf Videobearbeitung hat und bei diesem Projekt einsteigen will, ich bin dabei :D

    [freigeschaltet von Samia]

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    1. 14.1
      kiturak

      wo sie meinte, dass jede_r ja sich da reinarbeiten kann, aber Sachen einfach zu formulieren, wäre ja zu schwer

      :D Ich fass es nicht, dass mir das entgangen ist. Also, der Widerspruch.

      Ansonsten, fühle mich angesprochen! YAY Projekt!! Hab aber leider keine Ahnung von Videobearbeitung. Kann aber vielleicht anders helfen? Zitate und Quellen suchen oder so.

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  15. 15
    Janne

    (Der letzte Kommi geht an kiturak und alle anderen, die sich angesprochen fühlen :D )

    [freigeschaltet von Samia]

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  16. 16
    Naveen

    Kann man solche Streitereien nicht wie vernünftige Menschen klären, wenn denn klärungsbedarf besteht?
    Es war noch nie ein Verbrechen eine andere Meinung zu haben.
    Egal ob mit oder ohne Kind, ob lesbisch, hetero, bi, transgender usw.

    [freigeschaltet von Samia]

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  17. 17
    Samia

    Naveen,

    ich hab das jetzt freigeschaltet, weil ich den Eindruck habe, dass es gerade sehr viele gibt, die so denken. Da steht inhaltlich wirklich gar nichts in deinem Kommentar. Da steht kein Argument. Was ist an meinem Artikel unvernünftig? Wer hat wem ein “Verbrechen” vorgeworfen? Wie genau kommst du auf deinen letzten Satz? (Keine rhetorischen Fragen, versteh ich wirklich nicht.)

    Leute, das ist eine politische Diskussion. Wenn ihr das als “Z*ckenkrieg” seht, seid ihr Sexist_innen. Wenn ihr von Frauen* verlangt, sie sollen netter sein, seid ihr Sexist_innen. Lasst endlich diese verdammte Tonargument-Scheiße!

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    1. 17.1
      Zweisatz

      @Samia: +1 (Das heißt ich stimme vollumfänglich zu.) Was zur Hölle…

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  18. 18
    Anne

    Samia,

    Dazu kommt noch: Was bedeutet denn bitteschön “vernünftig”? Denken wir doch mal über das Wort nach. Und welche der beiden Seiten ist denn dann eher “unvernünftig”? Um mal bei dem Wort zu bleiben..

    Wenn vernünftig nur heißt, dass man eine “nette und freundliche” Sprache benutzt, hat man den falschen Schwerpunkt der “Vernunft” gewählt..

    Period.

    [freigeschaltet von Samia]

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