«

»

Günther Jauch, wie es am 27.01.2013 hätte sein sollen

Dieser Text erschien auch im Geschlechterchaos

Die Aktion um #aufschrei, bei der Betroffene (und ein paar Trolle/andere ignorante Menschen) auf Twitter mehr als 60.000 Tweets zu sexistischen Situationen, Erlebnissen, Grenzüberschreitungen innerhalb weniger Stunden verfassten, führte dazu, dass Günther Jauch seine Talkshow am Sonntag Abend kurzerhand über den Haufen warf. Das Medienecho war enorm.
Also statt über den Konzern Kirche mal über das Sexismusproblem in Deutschland sprechen. Super Idee. Die Umsetzung leider ein einziger Unfall. Ein Moderator, der ständig ablenkt. Interessanterweise die Mehrheit der Gäste (vier von sechs: Anne Wizorek, Thomas Osterkorn, Silvana Koch-Mehrin, Alice Schwarzer) die das Problem sehen. Auf die aber niemand inhaltlich eingeht, auch sie aufeinander nicht/kaum. Zwei (Wibke Bruhns, Hellmuth Karasek) die sogar auch die Situationen kennen aber nicht als problematisch empfinden. Die viel Raum für abstruse Ausführungen und eigene Bücher bekommen.

Da ich keine Lust auf eine lange Analyse habe, hier kurz eine Idee, wie die Sendung hätte ablaufen sollen:

Simpel, oder?

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://takeoverbeta.de/2013/01/guenther-jauch-am-27-01-2013/

4 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

  1. 1
    Bäumchen

    Hey, schön zusammengefasst. Mich persönlich stört nur der Absatz am Ende bzgl. RTL2; denke es ist problematisch, hier den Dualismus sexistisches Privatfernsehen vs. “ansonsten” nicht sexistische Öffentlich-Rechtliche aufzumachen. Es ist wichtig, dass gesehen wird, dass GERADE in den Öffentlich-Rechtlichen Sendern auch so ein Müll verzapft wird. Weil besonders auch RTL2 als ,,Unterschichtsfernsehen” konstruiert wird und mensch damit Sexismus ,,den anderen” zuschiebt und nicht auch als in der bürgerlichen Mitte verankert sieht.

      Zitieren  Antworten

    1. 1.1
      Khaos.Kind

      @Bäumchen:
      Da ist natürlich was dran. Mir ging es bei der Erwähnung von RTL II gar nicht um einen Ort, wo Sexismus “hingehört” oder “gewollt/geduldet wird”. Wenn ich allein jeden Sonntag meine Twitter-Timeline zum Tatort verfolge, dann ist zumindest mir klar, dass sich private und öffentlich-rechtliche Sender kaum was in Bezug auf Sexismus und andere Diskriminierungsformen schenken. Bei manchen ist es nur bunter als bei anderen.
      Sexismus ist ein Problem quer durch alle Schichten und Gruppen, politische Richtungen. Das würde ich nie in Frage stellen und fände es bedenklich, wenn mein Text so wirkt.

      Mir gings bei der Bezeichnung mehr um ein Bild/eine Form des “Abstellgleis” für Menschen, die sich wichtig halten, es aber nicht sind. Ein Ort bei dem sich alle Ex-Big-Brother-Sternchen treffen. Bei dem Gedanken fiel mir RTL II ein. Und Homeshopping-Kanal oder diese Pseudo-Rätsel-Wett-Sender haben vom Platz nicht mehr in den Tweet gepasst.

        Zitieren  Antworten

      1. kiturak

        Khaos.Kind » Worum’s Dir eigentlich ging, ist, wenn ich es richtig verstehe, genau das, was Bäumchen zu Recht kritisiert hat. Nur jetzt in einer anderen Formulierung. Also, es bleibt einfach klassistisch, ob’s nun um RTL2 oder Homeshopping geht. Ob Menschen als “wichtig” ernstgenommen werden oder “auf dem Abstellgleis”, “nicht zählen” weil Ex-Big-Brother: das ist doch genau der Punkt. Der ganze Gedanke ist klassistisch.

          Zitieren  Antworten

  2. 2
    Khaos.Kind

    kiturak & Bäumchen,
    Ähm ja. Ihr habt wohl Recht. Sorry für die Unachtsamkeit.
    Ich hab mich noch zu wenig mit Klassismus beschäftigt und muss mir da wohl echt mehr Gedanken drum machen.

      Zitieren  Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>