Kiturak

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Name: kiturak
Angemeldet seit: 27/01/2012
URL: http://kiturak.wordpress.com

Letzte Beiträge

  1. kein Sex, Drogen und schlechte Musik — 07/04/2013
  2. Männer, die Frauen hassen — 05/01/2013
  3. Die Sache mit der politischen Unverständlichkeit — 11/10/2012
  4. Besitztums-Bürgerwacht — 04/09/2012
  5. I’m serious this time, People. Crowdfund das coolste Spiel aller Zeiten! — 20/08/2012

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  1. Gendercamp ’12 (auch) für Nicht-Camper_innen — 19 Kommentare
  2. Die Sache mit der politischen Unverständlichkeit — 16 Kommentare
  3. Männer, die Frauen hassen — 14 Kommentare
  4. Gendercamp ’12 die Zweite, (auch) für Nicht-Camper_innen — 9 Kommentare
  5. “Sexismus oder Faulheit?” IHR KÖNNT MICH. — 8 Kommentare

Liste der Autorenbeiträge

kein Sex, Drogen und schlechte Musik

kiturak: Hetero-Typen können Heterosexualität meistens nicht von Sexismus unterscheiden.

Stephanie kriegt zu Tode belegt, dass sie viel sagt, wenn der Tag lang ist.

Hybris ist doch nicht schwul.

long_way_up lebt. Immer noch.

Schizoanalyse tanzt mit kiturak.

Hybris findet long_way_up, Stephanie und kiturak toll und Geschlechtskonstruktion anstrengend.

Dr. autistic Summer findet, dass sie long_way_up sein sollte…oder umgekehrt.

Was denkt die Mädchenmannschaft eigentlich über die betrunkenen Blogposts?

Stephanie bestimmt: Alkohol legitimiert Fehlverhalten (in Deutschland).

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Männer, die Frauen hassen

… oder “Män som hatar kvinnor”, heißt ein weltberühmtes Buch im schwedischen Original.

Englische Übersetzung: “The Girl with the Dragon Tattoo”, deutsch: “Verblendung”.

In meiner Erfahrung ist das keine Ausnahme. Wenn ich Bücher oder Filme in der Originalsprache irgendwie verstehen kann (wenn.), les’ oder schau ich nicht die Übersetzung – weil Übersetzungen mir ständig reaktionären Dreck unterjubeln, der so nie von den Autor_innen kam. Ich stell mir das so ähnlich vor wie diese Masche von Politiker_innen: “Ich würde ja, Sie wissen, aber unsere WÄHLER ….” – sprich, so ne “das kauft doch keine_r”-Logik. Oder “in DEUTSCHLAND sind wir ja nicht so politisch überkorrekt, da geht das nicht” (anders als in Schweden, ne? Buch gelesen?). Oder “HÄ? ‘Person of Color?!’ Nie gehört, nehm ich halt [beliebiges übliches rassistisches Wort im Deutschen]“. Oder was weiß ich. (Letztes Beispiel nicht aus den Larsson-Büchern.)
Fakt ist, am Ende kommt Schrott bei raus. Da Leute, die Bücher lesen oder Filme schauen/hören, in aller Regeln irgendwann auf Übersetzungen angewiesen sind, ist das scheiße.

Ich wollt deshalb mal rumfragen, wie’s Euch geht? Kennt eine_r auch so Beispiele? Oder positive Beispiele für tolle Übersetzungen?

(zu den Kommentaren: Ja, ich weiß, dass a) Übersetzungen doll schwer sind, b) auch ganz generell merkwürdiger Kram dabei passiert, c) Übersetzer_innen schlecht bezahlt, im Vergleich zu Autor_innen wenig gewürdigt und überhaupt auch nur Menschen sind und d) nicht alle Entscheidungen (gerade Titel) von den Übersetzer_innen getroffen werden. Mir gehts hier um den Effekt von ärgerlichen, reaktionären, politisch motivierten Falschübersetzungen. “Politisch motiviert” heißt nicht, dass das bewusst und absichtlich passieren muss. Kann aber.)

Nachtrag: Infos und Strategien zum Thema politisch motivierte Inhaltsverzerrung, für Leute, die am 9. 1. in Hamburg sein können, in einem Vortrag von Noah Sow:
“Vorsicht, Falle – Strategien für eine traumafreie Begegnung mit den Medien” bzw. “Hilfe, ich erkenne mein Interview nicht wieder”.

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Die Sache mit der politischen Unverständlichkeit

cross-posted auf kiturak
(Nachtrag: Dort gibt es eine Fassung mit kürzeren Sätzen. Damit es nachvollziehbar bleibt, lasse ich das Original hier stehen. kiturak)

Hier jetzt auch noch meine Mayo* zu der Diskussion der letzten Tage darum, wie unverständlich, akademisch, in-Cliquen-mäßig oder sonstwie Feminismus daherkommen darf, soll, oder auch nicht.
Ich schreib’ absichtlich “Feminismus”, weil’s angeblich eben genau darum wieder mal geht: Der gute alte “Nur-” Feminismus, in dem andere *ismen WIE ZUM BEISPIEL KLASSISMUS nicht so richtig wichtig sind, oder nicht so ganz in Verbindung gebracht werden mit dem, was da so täglich gemacht und gesagt wird.

Natürlich betrifft das auch andere politische Bewegungen. Klassismus betrifft alle politischen Bewegungen.

Also, alles kenn ich nicht, viel wurd’ ja auch schon früher dazu gesagt, hab ich nicht den Überblick. Wer gute Texte kennt, bitte gern sagen, und es tut mir leid für die Lücke.
Zu den letzten Tagen: Da gab es das Barcamp Frauen, auf dem Kritik daran geübt wurde, dass Feminist_innen zuwenig Alltagssprache benutzen. Wer wie wann in welcher Form insgesamt weiß ich nicht genau.
Da gab es einen darauf folgenden taz-Artikel, der das aufgriff und den Anwesenden auf dem Barcamp mal locker die eigene Meinung unterjubelt, nämlich

Dass feministische Anliegen oft selbst verschuldet am Mainstream vorbeischrammen.

Da gab es den Artikel auf queer_in theory, der klarmacht, in welcher beschissenen Zwickmühle Feminist_innen stecken, gegen die einerseits auf einfache Forderungen hin pseudowissenschaftlicher Mist eingesetzt wird, wogegen sich aber dann bitte nur “einfach verständlich” gewehrt werden darf – und aus “Nein Heißt Nein!” werden auf äußeren Druck dann halt wissenschaftliche Aufsätze, grob gesagt.

Was Bullshit ist, ist sich an einem Spiel zu beteiligen, das so hingebastelt ist, dass eine_r nicht gewinnen kann.

Und nun schreibt Nadia Shehadeh unter anderem, das schließlich von anderen Wissenschaften oder sonstigen entsprechenden Umfeldern auch nicht sone Mainstream-Tauglichkeit gefordert wird.

Schön und gut. Fang ich mal damit an, die Frage von Nadia Shehadeh:

Wer bittet denn den ganzen Tag Naturwissenschaftler_innen darum, sich bitte LEICHT und FÜR ALLE und überhaupt so furzig und easy (und BITTE NICHT AGGRESSIV WENN EINER WAS NICHT VERSTEHT!) auszudrücken?

Antwort – ich tu das. Viele Naturwissenschaftler_innen selbst tun das – nur, in dem Bereich ist es halt noch weniger akzeptiert. Das macht’s aber nicht ok.

Na klar gibt es das Feminismus-muss-einfach-verständlich-sein-weil-was-können-FRAUEN(tm)-schon-für-Probleme-haben?!-Ding. Ja, ich hass das auch MIT ALL MEINEM HASS.
Und klar! ist der Hohn, den es immer wieder über Sprache im Feminismus regnet, zum Teil schlicht ne Weigerung, weniger diskriminierende Sprache zu akzeptieren – weil “versteht ja niemand”.
Und was soll der Scheiß, eine Anpassung an den “Mainstream” zu fordern in einem Blatt, das links sein will – ohne auch nur drauf zu schauen, um welchen “Mainstream” es da eigentlich geht? Vielleicht sollen wir alle auch unsere Forderungen bisschen anpassen, ja? Damits nicht alles so krass rüberkommt?

Weil das ist es doch – WELCHER “Mainstream”, WARUM verständliche Sprache? Weil, was da nie steht, DAS WORT, es geht halt schlicht um eine Kritik an Klassismus in all den schicken politischen Bewegungen.
Es geht darum, dass akademisches Fachsprech ausschließend und diskriminierend ist. Kein Klassismus! ist halt wichtiger als was irgendwelche Mainstream-Privilegienhansjoachims von uns denken, oder auch nur die Leute, die wollen, dass wir lieb zu denen sind. In der Debatte fehlt mir bisher, dass viele Leute, Blogs, Zeitschriften und wasweißich, einfach völlig unnötig superakademisch daherkommen – und da sind die feministischen teilweise noch am wenigsten schlimm.** Auch um hier mal die Karten auf den Tisch zu legen (RW): Ich hab selbst schon studiert. Sogar Geistes- und Sozialwissenschaftskram (wenn auch nichts in der Richtung Gender oder anti-*ismus). UND ich komm aus einer akademischen weißdeutschen Familie.
Und selbst ich verstehe zum guten Teil davon kaum was davon, was so geschrieben wird. Genau wie in der Uni auch schon. Und wenn ich mich dann mal durch so Wust durchgekämpft hab’, und in 3/4 der Fälle merke, dass der Schmodder aus einer halben Seite in eineinhalb klar verständliche Sätze gepasst hätte – dann krieg ich damals wie heute die Wut.
Es geht doch darum, dass es als was Positives gesehen wird, lauter politisch-akademische Fachsprache zu benutzen, auch wenn’s einfacher ginge – gerade von Leuten, die es nicht verstehen, und sich deswegen scheiße fühlen (zum Beispiel ich lange Zeit, um das mal nicht allen anderen zu unterstellen). Dass Leute, die die Fachsprache drauf haben, es garnicht versuchen, mit allen Politik zu machen, die ein Thema angeht. Dass ich Leute frage, ob sie nicht Lust haben, was zu schreiben, coole Leute, politische Leute, studierende Leute – und dann heißt es “ich kann das nicht so gut”. Was soll ich sagen? “Oh, geh doch am Besten in nen “antiklassistischen” “empowerment”-”Workshop” gegen das, was ich da mache. Kann allerdings nix garantieren – das gesamte Umfeld ist halt scheiße”? Weil so sieht’s aus, Leute.

Das ist halt einfach ne Pleite für eine politische Bewegung, wenn den Menschen, für und mit denen’s angeblich sein soll, erklärt wird, sie seien leider Nicht Gut Genug, wenn sie sich in das akademische Geseiere nicht reinarbeiten können oder wollen.
Klar ist das nicht eine Erfindung des Feminismus, sondern klassistischer Normalzustand – und das ist das Ärgerliche, und JA KLAR! Sexistische daran (Frauen ™ sollen doch bitte alles vorkauen und nett und lieb sagen und keine_n vor den Kopf stoßen (RW), und einsehen, dass jeder ZEIT-Magazin-Günther ihre politischen Gedanken sofort mit der linken Hirnhälfte auf den Rücken gebunden überblicken kann UND WENN NICHT MÜSSEN SIE EBEN DAFÜR SORGEN – ne?). Aber das heißt doch nicht, dass Feminist_innen oder andere politische Aktivist_innen diese Scheiße mitmachen müssen.

Wenn Nadia Shehadeh schreibt -

Machen wir uns nix vor, in der Bubble hocken doch primär akademisch-verseuchte Personen, viele von denen geisteswissenschaftlich eingenordet

dann weiß ich wie immer nicht genau, wer oder was mit “Bubble” gemeint ist – feministische Parallelgesellschaft? Welche? Die, in der ich mitbekomme, dass es diese Diskussion gibt?
Jedenfalls, wenn ich das lese als: im Feminismus oder irgendwie feministischen Umfeld oder so, online oder nicht, seien doch überhaupt in der Mehrzahl Akademiker_innen unterwegs? Das ist doch ganz schlicht ein klassistischer Ausschluss. Und soweit das stimmt (also das mit der Mehrzahl), ist es doch irgendwann auch ne selbst erfüllende Prophezeiung: Leute haben halt kein Bock auf den elitären Mist (also wieder ich zum Beispiel, um das mal nicht allen anderen zu unterstellen). Soweit das stimmt, ist das halt ein Problem, Diskriminierung, und nicht ein akzeptabler Zustand.

Die Sache ist doch: weder wissenschaftlich noch politisch muss automatisch unverständlich heißen. Nicht immer. Und das ärgert mich so an der Argumentation. Da wird die Forderung nach verständlicher Sprache und Inklusion*** mal gleichgesetzt mit “halbgarem Und-alle-so-yeah-Feminismus” (queer_in theory) oder, ne, vorgeschlagen, “Wer irgendwas Flauschiges mit ganz viel Spaß und Spannung und Schokolade haben will, die_der kann sich ja ein Überraschungsei kaufen. Und hoffen, dass ein Miniatur-Furby drin ist.” (Shehadeh). Da wird (Neulich auf Facebook) bei decolonize the city auf die gleiche Kritik herablassend reagiert damit, eine Konferenz sei ja nun kein Spieleabend. Ja Scheiße, Leute. Vielleicht wollen wir alle miteinander nochmal drüber nachdenken, wen das eigentlich grade im Grunde als Nicht Gut Genug für all die feine politische Theorie hinstellt? Wem zu ner harten gesellschaftlichen Unterdrückung auch noch der Hohn gratis dazugeliefert wird, mensch komme ja offensichtlich nur mit einem Leben aus blasslila Flausch klar?

Ich kann mich der Kritikerin nur anschließen, die schreibt:

Nur weil eine_r Akademiker_in ist, heißt doch nich dass man nich mehr normal reden kann. Das doch ne Entscheidung, da so rumzudozieren als wär man in der Uni.

Word.

Und da, wo’s mal nicht anders geht: Was hindert Leute daran, sowas zu trennen, ne entsprechende Anmerkung davor zu schreiben, was weiß ich?
Das ganze Geschwurbele ist doch sogar in der Wissenschaft selbst genau das, was es in politischen Blogs ist: Ein Machtspielchen. Dominanzgehabe. Kann ja Gründe geben, das mal mitzumachen – ne strategische Entscheidung, so wie jede Beteiligung an jedem Scheißsystem. Aber bitte behandelt und kritisiert das doch ehrlicherweise genau so – und tut nicht so, als sei eine akademische Revolution etwas anderes als traurige Realsatire mit Tradition. So sehr ich den Artikel von queer_in theory geliebt hab – aber:

Wir können Pseudowissenschaft mit wirklicher Wissenschaft bekämpfen und andere von uns können Pseudowissenschaft ignorieren und in der Bubble tolle Dinge tun und darin Platz für mehr Leute schaffen.

WELCHE BUBBLE, VERDAMMTE SCHEIßE? Die mit der Regenbogen-sorglos-Welt der nicht Studierten? Während die Echten Harten Feminist_innen Da Draußen die Akademieschlacht austragen? Nee. Ich kündige diesen Satz. Ich trete aus. Oder so. Das ist eklig.

* RW (Redewendung), von “mein Senf” = meine Meinung, die ich zu allem anderen, was schon geschrieben wurde, auch noch dazugebe. Statt dessen Mayo, weil ich die grad gern mag und außerdem gern Redewendungen ändere.
** Mein persönlicher Hass gilt diesen unzähligen Blogs von linken Typen, bei denen schon in den ersten zwei Sätzen klargemacht wird, dass das Nicht Für Leute Wie Mich ist, weil ADORNO(tm) oder so. – Nix gegen Adorno.
*** wikipedia: “Die Forderung nach Sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen.”

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Besitztums-Bürgerwacht

(crossposted auf kiturak)

Nee, ne?

Grad mit Freund zwei Fahrräder abgeholt, aus dem Keller des Wohngebäudes einer Freundin – die üblichen bei ner Keller-Ausrümpelaktion übriggebliebenen Rostgebilde, Licht fehlt, Platten vorn, Platten hinten. Wer will bitte nehmen, Rest kommt weg. (YAY nach Jahren trotz zuwenig Kohle zum ersten Mal wieder ein Fahrrad!! :) ) Beide abgeschlossen, Schlüssel zusammen mit ehemaliger Besitzer_in in den Weiten der großen, großen Welt verschwunden. Wir also so, ne?, umständlich mit hochgehobenem Hinterrad ächzend den Kilometer weit geschoben, alle paar Meter Seite gewechselt weil kein Bolzenschneider da.

Was passiert? Was eh irgendwie klar war:
Enter DER BESITZTUMSWÄCHTER! In Form eines Fahrradladenbesitzers im Ladeneingang. Ja, genau der Fahrradladen, in dem immer diese viele hundert bis irgendwie Fantasiepreise kostenden blitzenden Dinger stehen, fancy Accessoires mit Leuchtfunktion, all das.
Ich so (erfreut, Reparaturen im Hinterkopf, hab ich eigentlich noch Flickzeug?) “oh stimmt! Hier ist ja ein Fahrradladen!”
Er so: “Was sind denn das für Fahrräder? Sind das Ihre?”
Ich so “blabla erklär, unsre, Keller, aussortiert, Freundin”, er so “Also sind das nicht Ihre?”

An dem Punkt muss mal gesagt werden, dass mensch vermutlich schon ziemlich weiß sein muss, um sone Aktion wie unsre überhaupt ernsthaft so lala-sorglos in Betracht zu ziehen (edit: siehe Kritik in den Kommentaren). Bei allen anderen hätten nach 20 Metern vermutlich sofort drei von Innenminister Friedrich beschäftigte weiße Nachbarschaftsspitzel die Polizei gerufen. Mal mindestens. Die natürlich bei sowas auch sofort angerückt wäre, racial profiling, ne? “entsprechende Lageerkenntnisse”, “einschlägige [grenzpolizeiliche] Erfahrung”, Sie wissen schon. Gesiezt hätte uns da garantiert keine_r. Weiße haben schlicht gern ne sehr, sehr seltsame Einstellung zu so Dingen.

Also, ich den Typen angekackt, glaubt er ernsthaft? 2-Leute-Prozession über die Bürgersteige, Rostmetallsammlung, Platten. (Leute, bitte, bitte, wir wissen doch, wie Fahrräder klauen funktioniert, richtig?) Er, Seien Sie doch froh, dass es jemand interessiert. Ich, gehört Ihnen der Laden? Er, ja, ich, hier geh ich garantiert nie hin.
Seien Sie doch froh, dass es jemand interessiert! ruft er noch hinterher.

Ja, würd mich freuen, wenn’s jemand tatsächlich interessieren würde, wer warum kein Fahrrad hat. Und wie wir das ändern.

Ich will mich hier nicht als arm-arm hinstellen. Ich hatte zweimal echt teure Fahrräder, meine geliebten geliebten Fahrräder, nie vorher und nie nachher etwas für so viel Geld besessen. Fahrräder, Beweglichkeit, Selbständigkeit, Kraft, Körper fühlt sich gut an, schnell fahren, langsam fahren, freihändig fahren, tagelang über die Berge fahren. Hilft gegen Depressionen (meine). Einmal von Mittelklasse-Familie geschenkt, einmal Jahre später (okay gut bezahlte weiße Mittelklasse Studi-Jobs) zusammengespart. Beide geklaut worden. Beide Male war’s so, so bitter. Klar. Das ist aber nicht das Ding hier.

Das Ding hier ist, dass der Typ mit seinem Laden und seinen 500€-Fahrradschlössern im Sortiment und Diebstahlsversicherungen glaubt, dass die Welt gerecht ist und er deshalb die Besitzenden schützen muss.*

 

als ich ein Kind war, betete ich jeden Abend zu gott er möge mir ein Fahrrad schenken. irgendwann begriff ich dass gott nicht so arbeitet. also klaute ich mir ein fahrrad und betete jeden tag ein bisschen um vergebung. (Postkarte: Discordia)

*Gedankenspiel aus der Traumwelt mit zartlila Marshmallows: Falls der Ladenbesitzer uns nur deshalb angesprochen hätte, weil die Fahrräder billig und alt waren, hätte er ja sogar Recht gehabt. Wer so ein Fahrrad besitzt und darauf angewiesen ist, hat in der Regel so wenig Kohle, dass es wirklich schlimm wäre, es zu klauen. Traumwelt aus.

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I’m serious this time, People. Crowdfund das coolste Spiel aller Zeiten!

cross-posted auf kiturak

Viele kennen mich vielleicht für verschiedene Anfälle von extrem schlechter Laune, was so Unterhaltungsmedien angeht.
Das liegt daran, dass ich gern zocke/ Comics lese/ Filme schaue, und dann nachher entgiften muss, sozusagen.

ABER ICH KANN AUCH BEGEISTERT SEIN!

Enter mein neues Lieblingsspiel von Deirdra Kiai :

Dominique Pamplemousse in “It’s All Over Once the Fat Lady Sings!”
(auf englisch, genauso wie die meisten Links)

Ich scheitere komplett daran, zu beschreiben, WIE COOL ich es finde – wer auf Kritiken steht, hier ist eine Auswahl, von Kotaku über RockPaperShotgun bis The Border House.
Für die, die wie ich mit Kritiken meist eh nicht viel anfangen können, gibt’s was viel Besseres:
Eine Demo. Spielt die Demo. Ihr werdet mich verstehen! (Es gibt eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass Ihr danach nicht denkt, dass Ihr das ab jetzt jeden Tag drei- bis viermal durchklicken müsst, aber ich ignoriere das mal.)

Deirdra Kiai schreibt seit Jahren geniale kleine(re) Spiele, die alle hier zu spielen sind, völlig umsonst und alles.
Aber … Dominique Pamplemousse? ist ein Stop-Motion-animiertes Musical-Computerspiel um ein_e abgebrannt_e Privatdetektiv_in uneindeutigen Geschlechts

Dominique Pamplemousse in their run-down office, landlady to the right. ‘I hate this place, but hey, at least it’s a step up from a cardboard box.’ – aaaand go for the meta jokes!

oder anders gesagt,

Spielt die Demo, wenn Ihr mir nicht glaubt. (Spiiieelt diiiiieeee Deeeeemooooo.) EIN MUSICAL-COMPUTERSPIEL. Die Texte sind GESUNGEN. Die Musik ist selber gebastelt und PERFEKT.
Der Haken daran?
Ihr habt’s gesehen: Das Spiel hört zu früh auf! Weil es nicht fertig ist! DAS IST EIN PROBLEM!

Unser neues Lieblingsspiel hört nach zehn Minuten auf! Und warum?

Aus der Beschreibung:

I’m known for touching on personal issues in my work, such as feminism, race, gender, coming of age, and social awkwardness — subjects you’d be hard-pressed to find in most big budget videogame productions. I also prefer focussing on narrative, exploration, and problem-solving as game mechanics, as opposed to combat. Videogames aren’t just frivolous wastes of time to me; they’re how I express myself.

Weil es verdammte politische Kunst ist – aber von der unterprivilegierten Sorte.

Projekte wie diese von Künstler_innen wie dieser* haben eben nicht EA oder die Frankfurter Allgemeine hinter sich. Projekte dieser Art werden in etwa so finanziert:

(NOISEAUX – Managing Promote Organize Machine. Sorry! ausnahmsweise noch kein Transcript. Wird in zwei Wochen nachgeliefert!)
Kiai hat den bisherigen Teil des Spiels, Musik, Stop-Motion-Animation, Programmierung, Schreiben, ALLES ALLES selbst gemacht und finanziert. In der Freizeit.

Und jetzt kommt crowdfunding ins Spiel, was vielleicht wie eine Spende oder was für Reiche Leute ™ klingt, aber halt etwas anders funktioniert, nämlich: Ab 1$ ist wirklich jeder Betrag willkommen – aber schon für 5 gespendete $ gibt’s hier eine Kopie des Spiels, wenn es fertig ist (und für mehr gibt’s wirklich unfassbar coole Extras) – was einfach mal bedeutet, Ihr habt halt ein Spiel für unter 5€ gekauft (und für die, die sonst auch Spiele kaufen: EHRLICH, WIE VIEL GEBT IHR SONST FÜR SPIELE AUS?). Also, wie wir dafür sorgen können, dass dieses Spiel stattfindet? SUPPORTEN. Durch Geld oder anders.

Das heißt, bitte kein sozialer Druck und kein schlechtes Gewissen für die vielen Leute, die eben keine 5€ für ein Spiel ausgeben können, auch wenn sie’s noch so toll finden. Aber für die weißencisTypen, die nebenher 50€ für das neue was weiß ich von Bioware ausgeben, bei Spielen wie diesen aber “vergessen” mitzumachen, obwohl sie’s schon ganz cool finden, hab ich im Anschluss einen kleinen Zusatzrant.

Ansonsten, wenn Euch das Spiel eben auch begeistert:

Even if you’re as flat broke as Dominique and can’t contribute financially, any kind of support you can give is super appreciated.

Weitersagen, Leute fragen, promoten. An die Managing Promote Organize Machine denken, mit der Indie-Projekte funktionieren, und mithelfen.

Und hier der versprochene Zusatzrant!

Wenn ich mich mal wieder über Ismen in Popkultur aufgerege, jammern mir Leut regelmäßig die Kommentare voll. Die Armen Autoooooreeeeen Müssen Doch Istisch Sein, Sonst Verlieren Sie Ihre Jooooobs!!! schreiben sie dann, Die Anderen Sind Schuld!

Meine Frage:

Schonmal drüber nachgedacht, wer die Jobs bei den großen Unterhaltungsmedien überhaupt erst bekommt?

Für jeden der Typen, die Euch so unglaublich cool und geekig vorkommen, während sie ihre (Triggerwarnung hinter dem Link!) scheiß Mackerwitze reißen (HA LUSTIG STELL DICH NICHT SO AN ER HÄTTE SEINEN JOB VERLIEREN KÖNNEN WENN ER NICHT MITGELACHT HÄTTE), und die irgendwie immer weiß vorübergehend nicht behindert cis hetero sind – gibt’s x Frauen*BehinderteTrans*QueersofColor, die aus “unerfindlichen” (= *istischen) Gründen durchs Bewerbungsraster fallen. Oder durch welche Methoden auch immer weiße Mittelstandstypen ihre Kumpels sonst in diese Positionen holen.

Schon mal drüber nachgedacht, welche Autor_innen mit welchen Themen für ihre Romane überhaupt einen Verlag finden?
Welche Musiker_innen die Verträge und Kohle bekommen, welche Künstler_innen die Feuilleton-Reviews?

Nicht, dass veröffentlichte Autor_innen nicht gedrängt würden, aus ihrem schwulen Protagonisten doch lieber ne Hete zu machen – aber manche Romane werden auch einfach nicht veröffentlicht. Heißt andersrum?

Die Leute, die die Sachen Mit Öffentlichkeit machen? (im Buchladen, unter den Spieleautoren*?) Sind schon eine Auslese der privilegierteren UND heterosexistischeren, rassistischeren, etc. Menschen.

Mal so direkt gesagt.
Heißt nicht, Alle Böse – und sowieso, Tolle Ausnahmen, die sich trotzdem durchgekämpft haben, ändern nix an der Regel.
Aber – die Gesellschaft fördert privilegierte Bullies? Ach was o.O – - ÜBERRASCHUNG!! … nicht.
Also, Mitleid, meins? In Grenzen.

Und während Ihr Eure Identifikationsfigur-Kumpels in der *istische KACKSCHEIßE-produzierenden Spieleindustrie verteidigt?

Krabbelt DAS BESTE SPIEL DER WELT auf Indiegogo herum, um ein paar Tausend beschissene Euro zusammenzukratzen. WAS FÜR EIN BUDGET, Leute. Ihr unterstützt es nicht, weil marginalisierte Menschen und ihre Themen und Spiele und Kunst und Leben Euch am Arsch vorbeigehen, weils Euch scheißegal ist, weil eh JEDES Spiel für Euch gemacht wird, warum braucht Ihr denn sowas? – deshalb lest Ihr auch nicht The Border House, wo Euch das Spiel hier aufgefallen wäre. Aber im nächsten Kommentarthread zum nächsten Ismus-Komplettfail-GroßeFirmaSpiel kommen unweigerlich Eure scheiß privilegierten Krokodilstränen. Und das ist der Grund, warum Ihr mich so ankotzt.

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“Sexismus oder Faulheit?” IHR KÖNNT MICH.

Ein Servicepost.
cross-posted bei mir daheim

Inhaltswarnung 1. Absatz: sexualisierte Gewalt in fiktiven Medien (danke für Erinnerung an Zweisatz)

Anlass:

 
 
Ich erkläre.

Mitten in die schönste Diskussion um … hmm, dass es keine weiblichen Tuskarr gibt bei World of Warcraft oder Elcor bei Mass Effect, dass schon wieder ein weiblicher Charakter Mysteriös Schwanger wird, dass zum VIERMILLIARDSTEN Mal eine Vergewaltigung (oder gleich ein paar hundert) die Protagonistin dazu bringen, Hart Und Beziehungsunfähig ™ zu sein, platzt unweigerlich, jedesmal, immer immer immer dieser Typ, weiß, cis, hetero, Science Fiction-/Fantasy-Geek (WIR KENNEN IHN ALLE) und sagt in etwa das Folgende:

“Ich glaube nicht, dass das SEXISMUS ist – die Spieleentwickler haben halt einfach Kosten gespart.” (Wahlweise: Der Autor war einfach zu faul, sich was anderes auszudenken.)

Er sagt es ernsthaft.
Er denkt wirklich, das sei eine sinnvolle Antwort.
Er sagt das im Anschluss an eine minutenlange Diskussion zu Sexismus.
Als sei noch niemand in der Runde auf “ES WAR EINFACH NUR FAULHEIT!!1″ gekommen.

Das “Faulheit-nicht-Sexismus-Argument” ist einfach Müll.

Das ist keine “zufällige”, sondern sexistische Faulheit.
Es ist sexistisch, bei männlichen Charakteren das Design oder individuelle Plots als zentral und interessant zu sehen, und die Ausgestaltung von weiblichen Charakteren als eine Art Bonus für Fleißpunkte, für den halt am End keine Kohle/ Zeit/ Bock mehr da war.

Das gilt übrigens genauso für jede andere Art von Faulheit-nicht-*ismus-Argument, z.B. “Alle sind Hetero? Das ist nicht heterosexistisch ‘gemeint’ – der Autor war halt einfach zu faul, sich was anderes auszudenken.”

Spezifisch zu der Praxis in Science Fiction/Fantasy-Spielgestaltung, bei irgendwelchen nicht menschlichen “Völkern” oder “Rassen” die “females” einfach mal wegzulassen (in einer Welt, die grundsätzlich immer in “männlich” und “weiblich” eingeteilt ist):

Das funktioniert meist über eine rassistische Instrumentalisierung von feministischen Themen, die in SF/F exakt genauso aussieht wie in der restlichen Welt: Irgendwelche nicht weiß/menschlichen “Völker” oder “Rassen” werden konstruiert, die “ihre Frauen” schlecht behandeln (diese Zivilisationen werden gern auch gleich “primitiv” und annähernd “tierhaft” dargestellt, und die Frauen “females” oder “Weibchen” genannt). Auf diese Weise müssen Frauen garnicht erst designt werden, weil sie nie vorkommen (sie sind Unterdrückt ™ und in der Küche/ beim Beerensammeln/ mit der “Aufzucht” der “Jungen” beschäftigt, egal, bloß IRGENDWO ANDERS). Die “ganz normal (sexistische)” weiße/menschliche Kultur, zu der der Protagonist üblicherweise gehört, kann sich dagegen als “zivilisiert”, “fortschrittlich” und moralisch überlegen fühlen.
(Zu Rassismus in SF/F bitte hier einlesen – via N.K. Jemisin. Ich weiß aus dem Kopf keinen Artikel, der’s genau so auf den Punkt bringt, aber meine Basics hab ich aus dieser Diskussion und ihren Vorgängerinnen.)

Es geht nicht darum, dass da nirgendwo jemals Faulheit war. IM GEGENTEIL. Es geht nur um selektive Faulheit.

Der Punkt ist, dass für das Mass Effect-Universum der Seufzer “ooooch, brauchen wir jetzt WIRKLICH noch ein weibliches Salarian-Modell?” ein kleiner, unwesentlicher Moment am Ende einer langen, langen Entscheidungskette ist, in der völlig andere Dinge eine Rolle spielen. Zum Beispiel:

“Hey, wie cool wäre es für unsere Galaktopolitik, so eine halb tierhafte dunkelh-aarige Supermackerrasse zu haben, die primitiv ist, aber auch auf schlichte Weise putzig, und dauernd nur Krieg führt in kleinen Stämmen gegeneinander? Und sie sind riesige Muskelpakete, daran sieht man, dass das mit dem dauernd kämpfen und brutal sein und keine richtige Zivilisation auf die Reihe kriegen total in Einklang steht mit ihrer biologischen Veranlagung, deshalb sind sie auch tendenziell alle ziemlich ähnlich und reden nur von Kämpfen und Ehre und so, und die einzelnen Leute sind ihnen total egal. UND SIE VERMEHREN SICH! Sie werden uns alle überrennen! Das gibt JEDE MENGE COOLE KÄMPFE!

Wir bringen sie in einen Konflikt mit, äh, den anderen Aliens, die auf ihre Weise genauso brutal sind und sie durch, äh, Wissenschaft ausrotten wollen (HINTERGRUND, LEUTE), und menschliche Helden können dem dann zwiespältig gegenüberstehen, sich generell aus allem raushalten und natürlich an nichts schuld sein.

Fertig!

Oh, ach, Frauen?
Für die GANZEN Alien races, die wir uns grad ausgedacht haben?
äh.
Ach, echt jetzt.”

Der Punkt ist also weniger Faulheit als Interesse für eine andere Art von Geschichte, in der nicht menschliche Aliens als stereotypisierte Einheit gedacht sind, und in der deshalb Frauen, als eh nur Fortpflanzungsträgerinnen der in der Regel männlich gedachten Norm-Aliens, einfach nicht relevant sind.
“Alienfrauen” gibts ja auch schon als eigene Rasse.

Desinteresse an Nicht Männern, die irgendeine andere Funktion erfüllen als Sexy Eye Candy mit stereotyp weiblichen, für weiße cis Heterotypen unbedrohlichen Eigenschaften ist in meiner Terminologie aber nicht “Faulheit”, sondern “Sexismus”.

Und was ist das Perfide an dem “Faulheits”-Scheißargument?

Dass das suggeriert, weniger Sexismus, Rassismus etc. wäre grundsätzlich ein MEHRAUFWAND.

FICKT EUCH. Schreibt ANDERS. Nicht mehr.

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LesMigraS stellt erste umfangreiche Studie zu Mehrfachdiskriminierung vor

Pressemitteilung von LesMigraS

Vorstellung erster Ergebnisse der bisher umfangreichsten Studie zu Gewalt- und Mehrfachdiskriminierungserfahrungen von lesbischen/bisexuellen Frauen und Trans*

Lesbische und bisexuelle Frauen sehen sich im Bildungsbereich diskriminiert

Berlin, 14.6.2012 – Diskriminierung und Gewalt von lesbischen, bisexuellen Frauen und Trans* ist in Deutschland immer noch ein hochrelevantes Thema. Dies ergeben die nun vorliegenden quantitativen Ergebnisse der ersten umfangreichen wissenschaftlichen Studie zu dieser Thematik. Formen, Ausmaß, Folgen und Ursachen der erlebten Gewalt sowie Diskriminierung stehen dabei im Vordergrund.

Plakat zur Studie von LesMigraS
(Plakat zur Studie von LesMigraS. Überschrift: “Die erste umfangreiche Studie zu Gewalt- und Mehrfachdiskriminierungserfahrungen von lesbischen, bisexuellen Frauen und Trans*Menschen”. Drei Menschen halten ein Schild: “Identität kennt kein Entweder-Oder.” Text unten: “Bist Du lesbisch oder Migrant_in? [ ] lesbisch [ ] Migrant_in [x] nein”)

Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist die relativ hohe Wahrnehmung an Diskriminierungen in den Bereichen Bildung und Arbeit. Etwa ein Drittel der Befragten gibt an, mindestens einmal am Arbeitsplatz gemobbt worden zu sein. Weiterhin geben 72,6% der Studienteilnehmer_innen an, dass ihre Leistungen im Bildungsbereich aufgrund ihrer lesbischen/bisexuellen Lebensweise vergleichsweise schlechter bewertet wurden. „Die überwältigende Mehrheit hält es nach wie vor für notwendig, dass im Bildungsbereich mehr über vielfältige sexuelle Lebensweisen aufgeklärt werden sollte“ sagte Saideh Saadat-Lendle, Projektleiterin von LesMigraS.

Interessant sind auch die Ergebnisse, die bezüglich Diskriminierungen im Bereich Ämter und Behörden sowie im Gesundheitswesen gemacht wurden. So geben mehr als ein Viertel der Studienteilnehmer_innen an, dass sich ihre lesbische oder bisexuelle Lebensweise negativ auf ihre Chancen auswirkt, von der Polizei geschützt zu werden. Des Weiteren haben etwa 20% respektlose Behandlung durch medizinisches Fachpersonal erfahren.

Eine relativ hohe Anzahl der Befragten hat den Bereich des Fragebogens ausgefüllt, der sich ausdrücklich an Trans* richtete. Die bisherige Auswertung zeigt hier, dass vornehmlich Diskriminierungserfahrungen bei Ärzt_innen und Ämtern gemacht wurden und damit strukturelle Diskriminierung deutlich wahrgenommen wird.

Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist unter anderem auch die Erkenntnis, dass die scheinbare Nichtübereinstimmung des Ausdrucks einer Person (Kleidung, Gestik etc.) mit der gesellschaftlichen Vorstellung einer Frau oder eines Mannes in vielen Fällen als problematisch erfahren wird. „Diskriminierungen und Gewalt aufgrund von Abweichungen von normativen männlichen oder weiblichen Geschlechterrollen stellen uns weiterhin vor Herausforderungen, mit denen wir uns in der Beratungsarbeit konfrontiert sehen“, so Claudia Apfelbacher, Geschäftsführerin der Lesbenberatung Berlin. Auch Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, sieht darin eine der zentralen Herausforderungen.
„Es ist die vermeintliche gesellschaftliche Vorstellung von Norm oder Normalität, die viele Menschen ausgrenzt“, sagte Lüders. Sexismus und Rassismus gehörten dabei zu den nach wie vor stärksten Ausgrenzungsmechanismen.

Sehr aufschlussreich sind auch erste Ergebnisse zum Thema Mehrfachdiskriminierung. Von denjenigen Teilnehmer_innen, die mehrfachzugehörig sind, geben 78,2% an, aufgrund von Mehrfachzugehörigkeiten in der Öffentlichkeit mindestens einmal diskriminiert worden zu sein. Mehr als die Hälfte von ihnen empfindet es als schwer, sich zu wehren, weil oft unklar ist, um welche Art der Diskriminierung es sich jeweils handelt, beispielsweise durch eine Beschimpfung wie „Sprich gefälligst Deutsch, du scheiß Lesbe“.

Die vorliegenden Daten der Studie werden in Kürze mit Ergebnissen einer qualitativen Untersuchung ergänzt und diesen September veröffentlicht. Im Anschluss daran werden umfangreiche Empfehlungen an Politik, Öffentlichkeit und Beratungsstellungen formuliert.

Weitere Informationen und Interviewanfragen: LesMigraS

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Solidaritätsbekundung für Mely Kiyak

Wir, Muslime, Schwarze Menschen, Schwule, Lesben, Nicht-Männer, …körperlich Beeinträchtigte, Arbeitslose, Araber_innen, Juden und Jüdinnen, Griech_innen, Atheist_innen, Kurd_innen, Türk_innen, Tscherkes_innen, Ostdeutsche, Andersdenkende, Agnostiker_innen, kritische Menschen…, wir alle, die wir in diesem Land als bizarr, ungewöhnlich oder einfach nur als „anders“ definiert werden, um uns (rechtliche und gesellschaftliche) Gleichbehandlung streitig zu machen, wollen uns in dieser Stellungnahme mit Mely Kiyak solidarisieren: Denn sie ist eine von uns!

Mely Kiyak schrieb in einer ihrer Kolumnen über einen Fernsehauftritt von Thilo Sarrazin bei Günter Jauch. Sarrazin ist bereits durch die Veröffentlichung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ mit rassistischen Erklärungen gegenüber Muslimen, insbesondere gegenüber kurdisch- und türkischstämmigen aufgetreten. Unter anderem hat er viele Probleme des Bildungssystems und schließlich auch der Gesamtgesellschaft auf ‚vererbte‘ Probleme, die durch ‚Inzest‘ unter den genannten Bevölkerungsgruppen entstanden seien, zurückgeführt. Schlimm genug, dass diese rassistischen Meinungen heute unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit sowohl von der Springerpresse als auch den sogenannten Qualitätsmedien in die Gesellschaft transportiert und damit salonfähig gemacht werden – immerhin wird das Buch als Bestseller betitelt. Jetzt werden auch Thilo Sarrazins vermeintliche Expertisen zur Wirtschaftskrise gehyped – just einen Tag, nachdem 25 000 Menschen in Frankfurt auf die Straße gegangen sind, um für eine seriösere europäische Finanzpolitik einzutreten, die auf Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit gründet. Auch wir empfinden es als eine Verhöhnung der Demokratie in diesem Lande, dass gerade Thilo Sarrazin in diesem Kontext eine öffentliche und von allen hörbare Stimme durch die öffentlich-rechtlichen Sender verliehen wird, und können deshalb verstehen, dass Mely Kiyak ihren Frust darüber loswerden wollte.

Doch als sei dies alles nicht schlimm genug, nun wird Mely Kiyak, die sich als eine der wenigen zu diesen ganzen Unsäglichkeiten in ihrer Kolumne in der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung geäußert hat, mit einer rassistischen und sexistischen Hetzkampagne verfolgt. (Siehe auch die Facebookseite Fans and Friends of Mely Kiyak.) Zu nennen sind hier zum einen Leser_innenbriefe an die Zeitungen, für die Kiyak schreibt, und zum anderen ein sogenannter Shitstorm, der durch die Beteiligung des rechten und dezidiert antimuslimischen Internetportals PI-news gesteuert (in der Frankfurter Rundschau sind Zitate zu lesen) und von der Bildzeitung in einer rassistischen und sexistischen Weise forciert und unterstützt wird.

Der vorgegebene Grund: Mely Kiyak hat sich in ihrer Kolumne negativ und abwertend auf das Erscheinungsbild und die Mimik von T.S. bezogen. Mittlerweile hat sie sich für ihre verbale Entgleisung aber entschuldigt. Selbstverständlich ist es völlig indiskutabel, einen Menschen wegen seines Aussehens oder wegen körperlicher Beeinträchtigungen zu beschimpfen beziehungsweise körperliche Beeinträchtigungen als Schimpfworte zu benutzen. Wir bedauern in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass andere Menschen beleidigt und verletzt wurden, die ähnliche äußere Merkmale haben wie Sarrazin. Rassismus kann mit solchen körperlichen Einschränkungen weder erklärt noch entschuldigt werden. Und niemand sollte aufgrund ihrer/seiner äußeren Erscheinung mit einem Rassisten wie Sarrazin verglichen werden.

Doch es ist mehr als verwunderlich, dass gerade die Bildzeitung oder PI-News, was “Politically Incorrect-News” bedeutet, genau auf diesen Umstand hinweisen, um Mely Kiyak mit einer diffamierenden Hetzkampagne zu verfolgen. Denn so sehr wir die Wortwahl Mely Kiyaks in diesem Zusammenhang zurückweisen, so sehr wollen wir eine sachlich geführte Debatte um gesellschaftliche Verhältnisse und schließlich auch um politisch korrekte Sprache. Aber statt einer sachlichen Auseinandersetzung forciert die Bild-Zeitung weiter Verrohung. So wird zum Beispiel T. Sarrazin, der sich auf Kosten der muslimischen Bevölkerung in Deutschland bereichert hat, zum Opfer stilisiert, indem beispielsweise die physiologischen Hintergründe für Sarrazins Mimik in emotionaler und persönlicher Art dargelegt werden, ohne schließlich davor zurückzuscheuen, im selben Artikel Mely Kiyak in der Bildunterschrift auf ihren ethnischen Hintergrund und ihr Geschlecht (was natürlich exakt zu der von Sarrazin vorgegeben Matrix passt) zu reduzieren. Sarrazin wird dagegen im Bild daneben als „Bestsellerautor“ bezeichnet. Demnach ist sie lediglich das Produkt ihrer Gene und er der Schöpfer seiner Leistungen.

Angesichts solcher Diffamierungen und der rassistischen Verbalattacken Sarrazins auf von ihm als „minderwertig“ dargestellte Menschen, vor allem angesichts des großen Beitrags zur „Normalisierung“ rassistischen Vokabulars in Deutschland durch sein Buch und die damit einhergehenden Kolumnen und Interviews würden wir uns wünschen, dass auch Thilo Sarrazin sich bei all den Menschen entschuldigt, die er verletzt und beleidigt hat. Ebenso wünschen wir uns, dass die Bildzeitung die Verantwortung für die eigene Berichterstattung übernimmt und die oben erwähnten Entgleisungen öffentlich korrigiert.”

Unterzeichner_innnen:

1 Sakine Subaşı-Piltz
2 Florian Piltz
3 Anna-Sarah Henning
4 Kiturak
5 Dagmar B. Luftwurzel
6 Ernst Kunz
7 Hüseyin Inak
8 Irena Wachendorff
9 Gülay Demirdag-Yazici
10 Hüseyin Sitki
11 Turgut Yüksel
12 Hülya Lehr
13 Harun Demircan
14 Elisabeth Weller
15 Nadia Shehadeh
16 Michael Klein
17 Stephie Fehr
18 Sula Essokim
19 Lisa Dixon
20 Sophie Link
21 Nadia Doukali
22 Ayse Yildiz
23 Sesperado Lyrical Guerilla
24 Performingrace Germany
25 Birgit Wolf-Bauer
26 Tarik Karaca
27 Phillipp Weidemann
28 Leonie Teigler
29 Lydia Makhloufi
30 Julia Victoria
31 Franca M’hamdi
32 Atif Hussein
33 Malika Doukali
34 Philibuster
35 Osman Tok
36 Mädchenmannschaft
37 Liane Steiner
38 Benjamin Fröhlich Rodrigues
39 A Dizzy Eyrie Ilk
40 Abu Ince
41 Adimi Netcen Guanix
42 Lydia Makhloufi
43 Helga Hansen
44 Bern Hesse
45 Arne Hoffmann
46 Bilgin Lutzke
47 Birgit Wolf-Bauer
48 Cansu Yilmaz
49 Claudia Weiter Nix
50 Danka Rkman
51 Devrim Sirin
52 Dihia Drouaz
53 Elise Hendrick
54 Em Ce
55 Engin Kara
56 Fereshta Ludin
57 Georg Klauda
58 Grecko Junior
59 Gülay Özpulat
60 Gülüm Subasi Erdogan
61 Hakuna Matata
62 Julie Brilliant
63 Leonie Teigler
64 Leyla Jagiella
65 Magda Albrecht
66 Maria Eks
67 Mehmet-Fevzi Birgül
68 Michael Klein
69 Mukadder Bauer
70 Nazlı Özdemir
71 Neşe Tüfekçiler
72 Ömer Özkan
73 Özgür Uludag
74 Paradies Salman
75 Roland Sieber
76 Romina Camila Iclal
77 Sabih Hoseri
78 Güllü Manis
79 Benedikt Stein
80 Rudolfine Soultana
81 Sarah K. Otto
82 Traudel Sievert
83 Tarik Karaca
84 Una Gatito
85 Van Bo Le-Mentzel
86 takeover.beta
87 Sevgi Meryem Ünver
88 Eyüp Özgün
89 Serkan Deniz
90 Karl-Bolko Lesser
91 Sebastian Mraczny

Ergänzung der takeover.beta-Redaktion:

Wir stellen uns eine Entschuldigung anders vor als Mely Kiyak.
Dabei finden wir im Gegensatz zur BILD-Zeitung in keiner Weise, dass eine weitere Entschuldigung bei Sarrazin notwendig oder auch nur wünschenswert wäre.

Kiyaks Aussage war vor allem eine ableistische, und das setzt sich in ihrer Entschuldigung bei Sarrazin leider fort.
Es geht uns auch nicht um eine Augenwischerei durch “politisch korrekte” Sprache, sondern darum, dass über Sprache nicht gesellschaftliche Ausgrenzung und Diskriminierung fortgesetzt wird.
Ihre Aussagen tragen dazu bei, dass Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen weiterhin als “ungewöhnlich” gelten, “besonderer Rücksichtnahme” oder “Toleranz” bedürfen; “unvollkommen” sind. (Zitate sämtlich aus Kiyaks “Klarstellung” übernommen – Warnung: verletzende/ableistische Sprache abgedruckt.)
Wir hätten uns vor allem eine Entschuldigung bei Menschen mit Behinderungen gewünscht, die täglich Ausgrenzung aufgrund von Aussagen wie dieser erfahren.

Eine Entschuldigung bei Sarrazin ist insofern absurd, als diesem über die Jahre hinweg jegliche Formen von diskriminierenden, entmenschlichenden Aussagen nicht nur “versehentlich unterlaufen” sind. Im Gegenteil, er hat sich dieser “Bewertung” von Menschen über die Jahre systematisch gewidmet, bis hin zu einem Buch, das in Deutschland Rekord-Verkaufszahlen erreicht hat.
Dabei hat er insbesondere muslimische, oder kurzerhand zu Muslim_innen erklärte Menschen herabgesetzt. Es steht in keiner Weise zu erwarten, dass Sarrazin sich für sein Buch und seine jahrelange systematische, Menschen verachtende Hetze je entschuldigen wird. Er sieht dies also offensichtlich als erwünschte Form gesellschaftlichen Diskurses an. Dass die BILD-Zeitung es als kritikwürdig ansieht, dass Sarrazin nun ausnahmsweise nach seinen eigenen Maßstäben bewertet wird, ist einigermaßen lachhaft.

Dabei sehen wir Sarrazins Aussagen nicht als eine “Verhöhnung der Demokratie”, schon garnicht der “in unserem Land”. Es hat noch keine Demokratie ohne Rassismus gegeben, und gerade das demokratische System in Deutschland hat eine rassistische Vergangenheit und Gegenwart, die die Thesen Sarrazins nur fortsetzen. Wir stellen uns gegen die rassistischen und klassistischen Aussagen Sarrazins mit dem Bewusstsein, dass sie der herrschenden Ideologie entsprechen.

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Neue Reihe: SMASH ALL THE DINNER PARTIES!

Wir haben es alle schon erlebt: Es wurde zu einem Blogartikel eingeladen. Alle unterhalten sich über dies und das, die Atmosphäre ist angeregt, das Essen erlesen, der Hintergrund geschmackvoll, dezente Musik vom Streichquartett.

Plötzlich der Eklat: VICTIM BLAMING!! SEXISMUS! krakeelt jemand, oder “RASSISTISCH”, irgendetwas dieser Art, “ARSCHLOCH!”* – da wurde wohl beim Einlass nicht genau genug hingesehen. Erschreckt ducken sich schüchterne weiße Menschen hinter ihre Kristallgläser. Solchen Störungen wird glücklicherweise von den Gastgeber_innen meist schnell Einhalt geboten, zur Ruhe gemahnt, daran erinnert, dass wir alle es gut meinen und *ismus auf Dinnerparties keinen Platz hat, und die störende laute Person unauffällig aus dem Raum entfernt.

Finden wir scheiße.
Hier findet die andere Party statt.

Wir laden die Steineschmeißer_innen ein.

In dieser Reihe veröffentlichen wir anti-*istische Interventionen von uns und – wenn ihr wollt – anderen, die auf anderen Blogs nicht veröffentlicht oder editiert wurden.
Schickt uns den Inhalt Eurer woanders gelöschten anti-*istischen Kommentare samt dem zugehörigen Blogpost!
Willkür vorbehalten.

Den Anfang macht Samia bei ANA & ANDA – Vorhang auf für

Schlag Doch Im Duden Nach, Was “Exotisch” Bedeutet!

Samias folgender Kommentar wurde nicht veröffentlicht und der Kommentarthread ohne weitere Begründung geschlossen.

Mit “exotisch” wurden Menschen seit dem Kolonialismus geothert, fetischisiert, entmenschlicht. Ich sehe nicht ein, warum man das nicht kurz googeln kann, wenn man schon drauf hingewiesen wird, um dann im Gegenteil auch noch autoritär auf den mehrheitsgesellschaftlichen Duden – wer hat den wohl geschrieben – zu verweisen.

Und bei “T*ssi” habt ihr halt nix umgedreht: Den Begriff gibts schon, er ist schon negativ, er wird schon gegen Frauen* verwendet. Andauernd. Ich habe euch sogar gesagt, dass er oft gegen mich verwendet wurde. Ist euch das etwa egal? Auf dem Rücken anderer unterdrückter Gruppen gegen eine spezielle Form von Unterdrückung (hier: Heterosexismus) zu kämpfen, hat im Feminismus eine traurige Tradition, aber jetzt reichts auch mal.

 

Diese Reihe ist Samia gewidmet und allen anderen, die politische Kämpfe nicht aufgeben wollen.
Und denen, die aufgegeben haben.
 

[Inspiration für den Titel.
* ergänzt. kiturak]

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Gendercamp ’12 die Zweite, (auch) für Nicht-Camper_innen

Voilà die neue allgemeine queerbeet-Diskussion zum Gendercamp 2012!

Zur bisherigen, und immer noch aktuellen, Diskussion zu Adultismus
hier entlang.
(Wir setzen uns unter anderem damit auseinander, ob oder warum manche Einstellungen adultistisch sind, entsprechende Warnung vor den Kommentaren!)

In Absprache mit einer Kommentatorin hatten wir uns entschlossen, eine eigene Diskussion zum diesjährigen Gendercamp zu machen – oder auch nur die Plattform dafür zur Verfügung zu stellen für die, die es interessiert. Diskutiert werden kann nun an diesem neuen Ort über alles rund um das Gendercamp 2012 und die Berichterstattung/Blogposts, die es dazu bisher schon gibt. Diskutieren können die, die teilgenommen haben, genauso wie die, die nicht da waren und sich aus anderen Gründen dafür interessieren.

Kommentare oder Teile davon aus der ursprünglichen Diskussion, die sich allgemeiner mit dem Gendercamp befassen, beziehungsweise nicht spezifisch mit dem Kinder-/Kinderbetreuungs-/Adultismus-Thema, werden hierher verschoben.

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