Takeover.beta

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Name: takeover. beta
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  1. (mindestens) Klassismus-fail hier bei uns — 12/03/2013
  2. Neue Mitbloggerin: Khaos.Kind — 17/01/2013
  3. Leben mit Depressionen — 27/11/2012
  4. Veto-Runde die erste — 07/09/2012

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  1. Veto-Runde die erste — 9 Kommentare
  2. Leben mit Depressionen — 9 Kommentare
  3. (mindestens) Klassismus-fail hier bei uns — 6 Kommentare
  4. Neue Mitbloggerin: Khaos.Kind — 1 Kommentar

Liste der Autorenbeiträge

(mindestens) Klassismus-fail hier bei uns

Der Text Klassismus intersektional denken hier war zum Teil klassistisch und hat Menschen verletzt. Es tut uns leid.

Wir versuchen momentan, wie bei jedem fail, das Ganze soweit hinzubekommen, dass wir
- verstehen, was genau an Scheiße passiert ist. (Acknowledgment)
- uns sinnvoll entschuldigen können. (Apology)
- versuchen, ob wir etwas wieder gutmachen können. (Amends)
- verhindern, dass das zukünftig wieder passiert. (Action)

Diese kleine Reihenfolge (Artikel auf Englisch) nachzulesen bei PortlyDyke: How To Fuck Up

Wir befinden uns noch beim ersten Schritt. Die Energie-, Zeit-, und sonstigen Vorräte der klärenden Leute sind (auch klassistisch bedingt) nicht gerade üppig. Deshalb kriegen wir es leider einfach nicht so schnell hin, wie es sein müsste. Das tut uns leid. Wir können aber nicht mehr und nicht besser.

Allerdings (siehe “mindestens” in der Überschrift) geht es hier nicht nur um eine Diskriminierungsachse. Dieser fail wirkt auf jeden Fall in mehrere Richtungen. Das ändert am Verbocken (RW) nichts. Aber es könnte wenigstens im weiteren Verlauf der Sache hier unnötige Verletzungen/Diskriminierungen vermeiden.
Für alle, die nichts über die beteiligten Personen/Gruppe(n) wissen: Bitte nehmt nicht an, dass irgendwelche Privilegien vorhanden sind, solange das nicht gesagt wird/ wurde.

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Neue Mitbloggerin: Khaos.Kind

Seit kurzem ist eine neue Bloggerin mit am Start: Khaos.Kind, die auf ihrem Blog Die chaotische Welt der Geschlechter Gender und Gesellschaft auseinandernimmt. Da wir ansonsten neue Mitblogger*innen in unseren Hinterzimmerberichten erwähnen, deren Fortsetzung gerade noch aber ein bisschen auf sich warten lässt, hier ein kleiner und feiner Willkommens-Post :-) .

Wilkommens-Kätzchen winkt
Willkommens-Kätzchen winkt
Quelle

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Leben mit Depressionen

Nachtrag: Auch wenn der Artikel von der Form her sehr allgemein geschrieben ist, ist er nur Ausdruck meiner Erfahrung. Depressionen fühlen sich nicht genau so für jede*n an. Sie wirken sich auch nicht genau so für jede*n aus. Ich beschreibe also nicht Depression schlechthin, sondern nur das, was meiner Erfahrung entspricht. Andere Personen haben eigene Erfahrungen gemacht.

Inhaltswarnung: Erwähnung von Suizid, jedoch keine dahingehenden Gedanken

Depressiv zu sein bedeutet Stille. Es fällt schwer Menschen davon zu erzählen und dann kann man nicht einmal etwas vorweisen. Und so “richtig” depressiv ist man ja auch nicht, denn man hat noch nicht mal einen Selbstmordversuch unternommen. Es gibt dafür auch keine Hilfe an der Universität. Deine Studienzeit ist halt auf so und so viel Semester festgelegt. Niemand plant, da irgendwie mit deinen Gefühlen klarzukommen. Es gibt halt das Arbeitspensum und wie das erfüllt wird? Interessiert keine_n. Es gibt keine Anpassungen dafür. Keine besonderen Plätze, an denen man sich hinsetzen und ausruhen kann. Keine Alltagshilfe, falls man die grundlegenden Sachen nicht auf die Reihe kriegt. Essen und Essen kaufen zum Beispiel. Wenn du nicht ständig erklärst, wie schlecht es dir geht, wird es völlig übersehen. Aber selbst dann, wie erklärst du Menschen, dass du nicht meinst, dass du einen schlechten Tag hast? Dass du heute nicht “faul” bist, sondern dass dir die Müdigkeit in den Knochen sitzt, dass aufstehen eine unüberwindbare Hürde ist, dass – du – nicht – kannst. Jede Handlung ist zu viel. Und dennoch schleppt man sich durch den Alltag, wenn man keine andere Möglichkeit sieht, weil muss ja. Und wieder ist man in die Falle gegangen und erweckt den Anschein, als ginge es ja. Während man sich selbst weiter ausbeutet.
Freund_innen sind traurig. Sie wundern sich, warum du so wenig Zeit mit ihnen verbringst. Du brauchst Wochen und Monate, um ihnen zu antworten. Anscheinend magst du sie nicht? Sonst würdest du dir ja die Mühe machen ihnen zu schreiben? Dass du heute mit duschen, essen, Uni, Arbeit, nach Hause kommen alle vorhandene Energie aufgebraucht hast, dass das über Tage und Wochen gehen kann. Schwer vorstellbar. Und sie können es dir nicht ansehen. Du leitest nicht jedes Gespräch ein mit “Und übrigens, heute bin ich depressiv.” Und auch, wenn du es ihnen erklärst, können sie nicht abschätzen, wie lange du denn depressiv sein wirst. Und was heißt das überhaupt. Und zwischendurch haben wir uns doch getroffen, hättest du da nicht auch mal selbst ein Treffen anschubsen können? Es ist ihnen nicht nachvollziehbar, wie weit du schon wieder über deine Kraftreserven gegangen bist. Nicht fähig irgendwas zu tun, außer noch dein Essen zu machen, danach 2 Tage vor dem Computer gesessen hast. Was dir auch keine Linderung verschafft hat.
Der Kampf ist unsichtbar. Wie viel Überwindung am Morgen drin gesteckt hat, nicht einfach dazusitzen und vor dich hinzustarren. Aufstehen. Überwindung. Essen zubereiten. Überwindung. Zwischendurch nicht hinsetzen. Überwindung. Essen. Wenn’s scheiße läuft: Überwindung. Duschen gehen: Überwindung. Nicht wieder hinlegen. Überwindung. Sachen zum Anziehen raussuchen. Ach fuck, Entscheidungen treffen. Furchtbar. Anstrengend. Nicht sitzen bleiben, anziehen. Überwindung. Usw.
Das Gemeinste an der ganzen Sache: irgendwie willst du selbst klarkommen. Du willst nicht als Versager_in dastehen und nach außen organisiert und beisammen wirken. Bei einigen klappt das sehr gut. Bis es nicht mehr klappt. Der Preis ist die ständige Erschöpfung.
Um deine Fassade aufrecht zu erhalten, quälst du dich weiter. Der einzige Weg, der nicht in Frage kommt: einfach. nichts. tun.

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Veto-Runde die erste

Nach einigen internen Diskussionen, wie wir genau vorgehen möchten, sind wir nun zu einem vorläufigen Ergebnis gekommen. Worum geht es eigentlich? Wie im Punkt “Ausschluss aus der Redaktion” unseres Macht und Redaktions-Artikels nachzulesen, hatten wir uns bei unserem ersten Treffen folgendes ausgedacht

In Intervallen und auf Wunsch wird über die bestehende Redaktion intern-öffentlich beraten. Hier hat ebenso jede_r Redakteur_in das Recht, gegen bestehende Redakteur_innen ein begründetes Veto (von unten nach oben) auszusprechen und diese Person damit automatisch für ein Jahr aus der Redaktion zu entfernen. Nach Ablauf der Frist ist eine „Bewerbung“ um Neuaufnahme möglich. Ein für die Öffentlichkeit anonymisiertes Veto ist möglich.

Dieses Veto stellt ein Versuch dar zu verhindern, dass Marginalisierte aufgrund von Diskriminierung sich Stück für Stück leise aus der Redaktion zurückziehen, während die Privilegiertesten zurückbleiben, weil sie sich halt am wohlsten fühlen. Es gibt an dem ganzen Prozedere intern einige Kritikpunkte, die gerne in den Kommentaren noch einmal erläutert werden können, vorläufig wird es aber wie folgt laufen: alle derzeitigen Redakteur*innen werden mit Hilfe unseres takeover.beta-Accounts (wg. Anonymität) in den Kommentaren vermerken, ob/wen sie rausveton wollen. Dabei gilt, wie oben genannt, dass dies nur von unten nach oben geschehen kann. D.h. Redakteurinnen* können sich z.B. nicht gegenseitig wegen internalisiertem Sexismus rausschmeißen (einer der Kritikpunkte). Bei einem Veto soll knapp die Diskriminierungsachse benannt werden.

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