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Veto-Runde die erste

Nach einigen internen Diskussionen, wie wir genau vorgehen möchten, sind wir nun zu einem vorläufigen Ergebnis gekommen. Worum geht es eigentlich? Wie im Punkt “Ausschluss aus der Redaktion” unseres Macht und Redaktions-Artikels nachzulesen, hatten wir uns bei unserem ersten Treffen folgendes ausgedacht

In Intervallen und auf Wunsch wird über die bestehende Redaktion intern-öffentlich beraten. Hier hat ebenso jede_r Redakteur_in das Recht, gegen bestehende Redakteur_innen ein begründetes Veto (von unten nach oben) auszusprechen und diese Person damit automatisch für ein Jahr aus der Redaktion zu entfernen. Nach Ablauf der Frist ist eine „Bewerbung“ um Neuaufnahme möglich. Ein für die Öffentlichkeit anonymisiertes Veto ist möglich.

Dieses Veto stellt ein Versuch dar zu verhindern, dass Marginalisierte aufgrund von Diskriminierung sich Stück für Stück leise aus der Redaktion zurückziehen, während die Privilegiertesten zurückbleiben, weil sie sich halt am wohlsten fühlen. Es gibt an dem ganzen Prozedere intern einige Kritikpunkte, die gerne in den Kommentaren noch einmal erläutert werden können, vorläufig wird es aber wie folgt laufen: alle derzeitigen Redakteur*innen werden mit Hilfe unseres takeover.beta-Accounts (wg. Anonymität) in den Kommentaren vermerken, ob/wen sie rausveton wollen. Dabei gilt, wie oben genannt, dass dies nur von unten nach oben geschehen kann. D.h. Redakteurinnen* können sich z.B. nicht gegenseitig wegen internalisiertem Sexismus rausschmeißen (einer der Kritikpunkte). Bei einem Veto soll knapp die Diskriminierungsachse benannt werden.

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