Macht und Redaktion

Macht und Redaktion

Wir haben noch keinen Weg gefunden Macht abzuschaffen, daher organisieren wir sie. Auf jedem Blog gibt es zunächst ein offensichtliches Machtgefälle: Zwischen denjenigen mit und denjenigen ohne Administrationsrechte.

Erstere können Entscheidungen über Inhalte treffen, in welcher Form diese erscheinen und wer die gleichen Rechte haben soll. Letztere haben zumindest die Chance sich zu beschweren. So sieht’s aus.

Bei uns wird die Machtverteilung auch nicht anders sein, doch wollen wir diese transparent nutzen. Damit diejenigen mit der Chance sich zu beschweren dieses Mittel auch effektiv nutzen können.

Ausschließlich die Redaktion wird Administrationsrechte haben. Diese Redaktion setzt sich im ersten Schritt (zum Zeitpunkt der Gründung des Blogs) aus Menschen zusammen, die sich „gefunden“ haben. Doch damit ist die Redaktion weder cool noch vollständig. Somit ist die „erste Redaktion“ beständig daran interessiert, ihren Kreis zu erweitern. „Bewerbungen“ sind jederzeit willkommen.

Neuaufnahmen in die Redaktion

Menschen, die mitmachen wollen, werden zunächst gebeten, an einer internen Diskussion teilzunehmen. Diese Diskussion wird wohl vor allem darum gehen, festzustellen, ob eine gemeinsame Arbeitsgrundlage besteht, z.B. über bisherige Veröffentlichungen der potentiellen Neuzugänge oder über ein allseitiges „Fragen-Antworten-Spiel“. Das Ergebnis der Diskussion wird für die Öffentlichkeit als Zusammenfassung bekannt gegeben.

Sollte eine Neuaufnahme nicht positiv beantwortet werden, kann innerhalb einer festzulegenden Frist eine neue „Bewerbung“ eingereicht werden.

Konflikte in der Redaktion

Redaktionsinterne Konflikte werden intern-öffentlich* geführt, doch können diese auf Wunsch einer_s Redakteur_in_s unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden (z.B. wenn für die Diskussion relevante nicht-veröffentliche persönliche Details besprochen werden müssen).

Das Ergebnis intern-intern ausgetragener Konflikte, also unter komplettem Ausschluss der Öffentlichkeit, wird in Form einer Zusammenfassung veröffentlicht.

*„Intern-öffentlich“ bedeutet, dass die zugehörigen Artikel nur von Redakteur_innen kommentiert werden.

Aufgrund der angenommenen Vielzahl an Konflikten, bedeuten diese einen erheblichen zeitlichen und teilweise emotionalen Aufwand. Daher hat jede_r Redakteur_in das Recht, um eine Imitation ihrer_seiner Position durch eine_n andere_n Redakteur_in zu bitten, die_der sich dazu fähig fühlt. Diese Imitationen werden als solche gekennzeichnet.

Sollte es zu Konflikten über die Konfliktform kommen, werden wir dazu jeweils einen redaktionsinternen Konflikt-Thread führen.

Entscheidungsfindung in der Redaktion

Die Redaktion entscheidet zu keinem Zeitpunkt über Mehrheiten, sondern bemüht sich um eine gemeinsame Basis. Jedoch hat jede_r Redakteur_in ein Veto-Recht, welches in den meisten Fällen begründet sein sollte und in einigen Fällen auf Diskriminierungsachsen von unten nach oben genutzt werden kann. Sollte es darüber Uneinigkeiten geben, s. „Konflikte in der Redaktion“.

Ausschluss aus der Redaktion

In Intervallen und auf Wunsch wird über die bestehende Redaktion intern-öffentlich beraten. Hier hat ebenso jede_r Redakteur_in das Recht, gegen bestehende Redakteur_innen ein begründetes Veto (von unten nach oben) auszusprechen und diese Person damit automatisch für ein Jahr aus der Redaktion zu entfernen. Nach Ablauf der Frist ist eine „Bewerbung“ um Neuaufnahme möglich. Ein für die Öffentlichkeit anonymisiertes Veto ist möglich.

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