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Diskussion um den Begriff “blind”

Unter einem Artikel von long_way_up ist eine Diskussion über den Begriff “blind” entstanden, die ab sofort hier weiterverfolgt werden soll. Aus dem Artikel “Why dancing?” wurde der Begriff entfernt.

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Hier streitet die Redaktion – über Gefühle

Gefühlsäußerungen haben im internen Forum mehrfach zu Problemen geführt und wir finden die Diskussion auf der Metaebene dazu sehr wichtig, weshalb wir sie öffentlich führen möchten.

In der Regel sind wir uns einig, dass Gefühle wie Wut, Ärger usw. einfach zu einer Diskussion und vor allem zu Diskriminierungserfahrungen dazu gehören. Deshalb lehnen wir das tone-argument ab.

Doch haben wir die Erfahrung gemacht, dass einige Gefühlsäußerungen triggern oder verschieden interpretiert werden, so dass ein Streit oder eine Diskussion dadurch scheinbar derailt wird. Gleichzeitig besteht die Frage, inwiefern Abwehrreaktionen mit der Ablehung von bestimmten Gefühlsäußerungen damit zusammenhängen.
Generell ist ebenso unklar, wozu Gefühlsäußerungen überhaupt gut sind.

  • Kleine Anmerkung: Dies ist unser erste Versuch öffentlich und geplant zu streiten und zu diskutieren. We “make up the rules as we go along” (Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 83)…
  • Stephanie lässt sich von Dr. autistic Summer imitieren.

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Verarsche ich Euch?

Ich finde Kommentardiskussionen faszinierend. In jede Kommentardiskussionen, in die ich mich einbringe, will ich auch – zumindest mit den angesprochenen Personen – kommunizieren. Doch verlaufen die Diskussionen häufig nicht so, wie ich prognostiziert hätte. Meistens schreibe ich einen Kommentar und denke: “Ja, du bist Deinen Ansprüchen, was Kommunikation betrifft, ausreichend gerecht geworden. Dies ist bestimmt ein guter Beitrag für eine tolle Diskussion.” Dann jedoch kommt eine Antwort die ich überhaupt nicht erwartet habe und ich hege die Vermutung, dass meine Gegenüber glauben, dass ich sie mit meiner Kommunikation verarschen will. Stimmt das? Glaubt ihr, dass ich meine Kommentare nicht so meine bzw. dass ich Euch reinlegen will?

Mir ist in einer direkten Kommunikation daran gelegen, auf mein Gegenüber einzugehen. Dazu gehört für mich Aussagen zu treffen, wenn ich schlicht etwas aus meiner Perspektive „festschreiben“ möchte und tatsächliche, offene Fragen zu stellen, wenn ich etwas wissen oder verstehen möchte. Zugegeben, ich werde meinen Ansprüchen nicht immer gerecht und bestritten sind manche Dinge komisch.

Zum Beispiel habe ich von Freerk Huisken gelernt, aus Relativierungen wie „meiner Meinung nach“ zu verzichten, einerseits weil’s eh klar ist und andererseits, weil, wenn ich zu einer „Meinung“ gekommen bin, eben an dessen Richtigkeit glaube. Da ist eine Relativierung nicht sehr zweckdienlich. Doch verstehe ich ebenso die Funktion von Relativierungen und gerade eine eher differenzfeministische Analyse diese Huisken-Lektion würde vermutlich nicht zugunsten dieser ausfallen. Also springe ich hin und her, weil ich mich schlicht nicht entscheiden kann.

Was ich jedoch immer mache ist Unsicherheiten zu kennzeichnen. Ich will damit keine Fallen legen, wenn ich Fragen stelle oder schreibe, dass ich mir unsicher bin. Es kann für mich schon so sein, dass es richtige und falsche Antworten gibt, aber eine Diskussion klärt ja eben auch Positionen und ich muss nicht jede Position für eine gute Idee halten…finde ich.

Also, hilft das? Wie können wir zu einer guten Gesprächskultur kommen? Was ist Euch in einem Dialog wichtig?

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